Versprechungen allein reichen nicht aus - große Zweifel bleiben bestehen

Versprechungen allein reichen nicht aus - große Zweifel bleiben bestehen

Stadtentwicklung

Zum Bericht "Klimaziele für Trier nicht verbauen" über die Kritik der Lokale Agenda 21 am Flächennutzungsplan 2030 (TV vom 18. Oktober):

Es ist erfrischend, diesen Bericht über die respektierte Organisation Lokale Agenda 21 zu lesen. Es zeigt für mich als verhältnismäßig neuen Trierer, dass es eine einfache und dann auch noch schnelle Lösung wie gewünscht bei der Stadtverwaltung zu dem Problem von bezahlbarem Wohnraum in Trier nicht gibt oder so einfach nicht geben wird.
Die einfachste Lösung (auch weil sie angeblich am schnellsten umgesetzt werden kann, und darum promotet bei der Stadtverwaltung) bringt nicht nur die Probleme mit, die der Vorsitzende Dieter Sadowski beschreibt. Hinzu kommen die zahlreichen Probleme, die in den Bürgerbeteiligungen und zahlreichen Stellungnahmen zum Vorschein kamen. Die Versprechungen von Lösungen bei der Stadtverwaltung, diese Probleme zu bewältigen, bevor gebaut wird, brauchen belegbare und handfeste Beweise, bevor in dieses Projekt weiter investiert wird. Leider sind die Bürger sehr skeptisch geworden. Versprechungen allein reichen für die umfangreichen Maßnahmen wie im Flächennutzungsplan 2030 (zweite Offenlegung) einfach nicht aus. Große Zweifel an ihrer Umsetzbarkeit bleiben bestehen.
Was versteht die Stadt von bezahlbarem Wohnraum? Wie kann man denn überhaupt von bezahlbarem Wohnraum sprechen, wenn über 34 Hektar von Natur (neben einem Naturschutzgebiet) unwiderruflich zerstört werden? Was ist denn da bezahlbar? Und wer bezahlt? Heute, morgen und in der Zukunft? Wie wertvoll ist denn dieses Stück Natur nächst zum Mattheiser Wald für die Menschen in Trier? Wie kann so eine Maßnahme bezahlbar werden? Wie wichtig ist dieses Stück Natur, um das Klima in der Trierer Innenstadt und unsere Umwelt zu schützen?
Ich habe nicht das Vertrauen, dass die Stadtverwaltung mit der vorgeschlagenen schnellen Lösung sorgfältig mit den immer weniger werdenden Natur Ressourcen umgeht. Ich befürchte wie die Lokale Agenda 21: Die Klimaziele für Trier werden verbaut. Wie die Agenda hoffe ich auf Einsicht und Änderungen zum FNP-2030. Zu viel steht auf dem Spiel.
Knut Hauschildt
Trier

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