viez-jupp und die stadt im fluss

Viezjupp : Stadt im Fluss

Einer meiner guten Vorsätze für 2018 lautet ja, dass ich alles erst mal von der positiven Seite sehen will.

Zum Beispiel, dass Trier alle Jahre wieder in den Wochen vor Weihnachten unter Blechlawinen zu ersticken scheint: Prima! Solange Hunderttausende in einen kollektiven Geschenkekaufrausch verfallen, kann es zumindest denen nicht so schlecht gehen, wie viele immer tun.

Dass die Stadtverwaltung sich beim Bau von Sozialwohnungen auf der Tarforster Höhe schon vor Baubeginn um ein halbes Jahr verzettelt, und zwar, weil sie es nicht schafft, sich selbst als Bauherren rechtzeitig eine Baugenehmigung zu erteilen: Kein Problem! Schließlich sind diejenigen, die teilweise seit Jahrzehnten in eigentlich nicht mehr bewohnbaren Sozialwohnungen leben, ohnehin Kummer gewohnt.

Dass der Neubau der Mäushecker-Sporthalle noch mal teurer wird und sich noch weiter nach hinten verschiebt: Super! Das schult die Geduld der Hunderten Sportler, die seit Jahren mit immer neuen Versprechen über die baldige Wiedereröffnung der Halle vertröstet werden!

Und der wochenlange Dauerregen erst. Fantastisch! Da muss Oberbürgermeister Wolfram Leibe nur ein klitzekleines Wort ändern, und schon wird eins der wichtigsten politischen Entwicklungsziele Triers Wirklichkeit! Statt einer Stadt am Fluss haben wir nun eben eine Stadt im Fluss.

Man muss es eben nur positiv sehen. Alles ist nur eine Sache der richtigen Perspektive. Wem es schwer fällt, die richtige einzunehmen: Ein tiefer Blick in die Viez­porz hilft! Allerdings nur kurzfristig. Der Schmerz kommt trotzdem. Nur später halt. Prost!

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