Weit unter den Erwartungen

Vor sechs Jahren hat der Stadtrat auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, die Parkplätze an der Spitzmühle und auf dem Abteiplatz in Trier-Süd zu bewirtschaften. Im Rathaus erhoffte man sich zusätzliche Einnahmen von rund 100 000 Euro jährlich. Doch 2013 betrug das Gebührenaufkommen nur etwas mehr als ein Drittel dieser Summe.

Trier. Die Freie Wählergemeinschaft hatte von der Verwaltung in der zurückliegenden Stadtratssitzung wissen wollen, wie sich die Einnahmen aus den Automaten, die 2008 an der Spitzmühle und auf dem Abteiplatz in St. Matthias aufgestellt wurden, entwickelt haben.
Das Ergebnis: Laut zuständigem Baudezernat erbrachte die Bewirtschaftung des Abteiplatzes 2012 knapp 6300 Euro, im vergangenen Jahr waren es immerhin rund 9500 Euro. 2014 dürften die Einnahmen wieder geringer ausfallen, denn Stand Oktober wurden in St. Matthias erst 4530 Euro gezählt.
Große Schwankungen


Sehr uneinheitlich entwickelte sich auch das Gebührenaufkommen an der Spitzmühle neben dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium: Von 12 112 Euro in 2012 auf 27 190 Euro im vergangenen Jahr. In diesem Jahr lagen die Einnahmen bislang bei knapp 11 300 Euro.
Klar ist: Von den einst prognostizierten Einnahmen ist man auf beiden Plätzen weit entfernt. Das veranlasste FWG-Fraktionschefin Christiane Probst am vergangenen Dienstag in der Sitzung zu der B em erkung, dass dann wohl auch bei den Prognosen für die Einnahmen durch die kürzlich beschlossene kommunale Geschwindigkeitsmessung Zweifel angebracht seien.
Dem widersprach Egger, der die nicht anwesende Baudezernentin vertrat, doch eine Erklärung für die im Vergleich zu den Erwartungen eher mauen Einnahmen konnte er nicht anbieten.
Dabei könnte eine solche zumindest für den Abteiplatz naheliegen: Auf Antrag der CDU beschloss der Stadtrat im Juni 2008 auch, dass auf dieser Fläche bis zu eineinhalb Stunden kostenlos geparkt werden darf. Damit wollte die Union Friedhofs- und Gottesdienstbesuchern entgegenkommen.
Lediglich Ratsmitglieder des FWG-Vorgängervereins UBM stimmten seinerzeit gegen diesen Vorstoß - und sprachen sich stattdessen gegen jegliche Bewirtschaftung des Parkraums auf dem Abteiplatz und an der Spitzmühle aus.