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Wespennester, Hühnerställe, Dosentelefone

Wespennester, Hühnerställe, Dosentelefone

TRIER. Ein Abstecher in die Welt der Wissenschaft: 81 Teilnehmer haben gestern in der Aula der Fachhochschule 43 Arbeiten beim Regionalwettbewerb von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" vorgestellt.

"Wie funktioniert das?" "Woher hast Du die Idee?" oder "Wie lange hast Du daran gearbeitet?". Julian Lehnart aus Trier hat diese Fragen gestern häufiger gehört. Immer wieder hat der Achtjährige, der die Grundschule in Trier-Feyen besucht, seine Arbeit zum Thema "Dosentelefone mit verschiedenen Schnüren" beim Regionalentscheid von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" in der Aula der Fachhochschule Trier erklärt. Aber: Wie kommt ein Achtjähriger zu Jugend forscht? "In meinem Cosmos-Kasten war auch schon ein Dosentelefon drin, und da kam mir die Idee", beantwortet Julian auch diese Frage. Sein Vater Thomas Lehnart hat Julian bei seiner Arbeit unterstützt und die nötigen technischen Geräte besorgt. Julian Lehnart, der gestern zum ersten Mal bei "Jugend forscht - Schüler experimentieren" teilgenommen hat und der einzige Teilnehmer war, der noch eine Grundschule besucht, will auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Für Karl Bertram vom Gymnasium Schweich war "Jugend forscht - Schüler experimentieren" in diesem Jahr keine Premiere. Schon im vergangenen Jahr hat er bei "Schüler experimentieren" den ersten Preis im Fachgebiet Biologie mit einer Arbeit über Kohlmeisen gewonnen. In diesem Jahr hat sich der 14-Jährige im Fachgebiet Arbeitswelt mit dem Bau einer dämmungsgesteuerten Öffnungs- und Schließautomatik für einen Hühnerstall beschäftigt. Und prompt wieder gewonnen. "Wir haben zu Hause auch Hühner", sagt er. "Da lag die Idee also nahe." Mit Hühnern hat sich auch Nina Kneip vom St. Josef-Gymnasium in Biesdorf beschäftigt. Mit ihrem Thema "Das Huhn - ein soziales Leben und keine Legemaschine" hat sie den dritten Platz im Fachgebiet Biologe bei "Schüler experimentieren" belegt. Den ersten Platz in dieser Kategorie haben Sebastian Symader Simon und Marc Hewer von der Hauptschule Idenheim mit dem Thema "Stabilität von Wespennestern" erreicht. Julian, Karl, Sebastian, Marc und Nina waren nur fünf der 81 Teilnehmer des 40. Regionalwettbewerbs von "Jugend forscht - Schüler experimentieren" gestern in der Aula der Fachhochschule Trier. Von morgens bis mittags haben sich die Jugendlichen den Fragen der Juroren gestellt, nachmittags durften Eltern, Lehrer und Interessierte die Stände der Jugendlichen genauer unter die Lupe nehmen.Teilnehmerzahl gleich geblieben

Seit 20 Jahren betreut nun schon die Trierer Firma Kirsch GmbH die Veranstaltung in Trier. Manfred Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter der Kirsch GmbH, ist der Meinung, "dass es immer wieder schön ist, jungen Menschen eine Plattform zu bieten für ihre Interessen". Auch im kommenden Jahr wird sein Unternehmen "Jugend forscht - Schüler experimentieren" vermutlich wieder betreuen: "Dann sind wir mehrheitsfähig", sagt Schmidt mit Andeutung auf das diesjährige 40-jährige Bestehen des Wettbewerbs. Dies Zahl der Bewerber ist laut Wettbewerbsleiter Helmut Reis im Vergleich zum vergangenen Jahr gleichbleibend. "Bei Jugend forscht hat die Zahl zwar etwas abgenommen, bei Schüler experimentieren waren es aber dafür aber ein paar mehr", sagt Reis. Am kommenden Freitag, 25. Februar, ist in Bitburg der zweite Teil des Regionalwettbewerbs von "Jugend forscht - Schüler experimentieren". Zwischen 14 und 16 Uhr präsentieren sich im Schulzentrum St. Matthias die Teilnehmer der Öffentlichkeit. Dort ist die Bitburger Brauerei die Patenfirma.