Wo geht's lang?

TRIER-ZEWEN. Mammut-Ratssitzung: Dreizehn Beratungspunkte arbeitete der Ortsbeirat Trier-Zewen bei seiner jüngsten Zusammenkunft ab. Von A wie Anträge bis W wie Waldwege reichte die Palette der behandelten Vorhaben und Anliegen – kein Wunder, war doch seit der letzten Sitzung im Mai einige Zeit vergangen.

Trotz unterschiedlicher Auffassungen pflegt der Ortsbeirat Trier-Zewen einen harmonischen Umgang. Allerdings drang ein wenig Kritik durch, als Edgar Möller (SPD) angesichts der bereits Ende Mai stattgefundenen letzten Ratssitzung dafür plädierte, die zeitlichen Abstände für die Zusammenkünfte kürzer zu terminieren. Der Beratungspunkt mit den wichtigsten Auswirkungen für Zewen war der Stadtteilrahmenplan (der TV berichtete mehrfach), diesmal der Beschluss als "räumliches Entwicklungskonzept", der bis auf eine Enthaltung angenommen wurde. Ortsbeirat Möller legte gesteigerten Wert darauf, die Umgehung Zewen in den Flächennutzungsplan aufzunehmen wie auch explizit festzuschreiben, landwirtschaftliche Flächen als solche zu erhalten und keinesfalls als Bauland umzuwidmen. Höllisch aufpassen, was im Rathaus läuft

Für Helmut Mertesdorf (CDU) ist der Plan kein "Kokolores", sondern ein Leitfaden mit verpflichtender Orientierung für die Verwaltung. Nur: "Höllisch aufpassen" müsse man, was im Rathaus damit passiert", gab er zu bedenken. Die Beschilderung von Waldwegen "liegt mir schon lange im Magen", verwies Helmut Mertesdorf auf Defizite in Wald und Flur. "Da wir einen schönen Wald haben" müsse etwas passieren, zumal sich häufig Wanderer verlaufen. Wenigstens für einen Teil der Kosten der Schilder sieht sich der Ortsbeirat in der Lage, Beiträge aus dem Ortsteilbudget locker zu machen. Bedingung: Die Beschilderung "müsste Hand und Fuß haben", damit sich der gewünschte Effekt einstelle. Ein weiterer Punkt beschäftigte sich mit den Eigentumsverhältnissen der Friedhofsmauer. Da dies nicht eindeutig beantwortet werden konnte, blieb der Antrag für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit am alten Friedhof in der Kordelstraße genau an dieser Frage hängen. Alsbaldige Klärung verspricht man sich vom Rathaus. Freuen kann sich der Löschzug über einen Zuschuss von 942,50 Euro, um eine netzunabhängige Stromversorgung im Zewener Gerätehaus zu installieren. Lange verharrte der Ortsbeirat bei der Erschließung von Baugebieten. Hans-Willi Triesch diskutierte vor dem Hintergrund, dass viele Zewener "damals nach Igel abgewandert sind." Da die Entwicklung schon einmal an Zewen vorbeigegangen sei, zielte sein flammendes Plädoyer für die Erschließung des "Heidenbergs" - jenes "schöne Sonnenplateau" in Richtung Tierheim. Das Areal sei nicht unproblematisch, warnte Ortschefin Maria-Elisabeth Grünhäuser vor zu viel Euphorie, denn: "Der Moselaufstieg (der TV berichtete mehrfach) ist laut Dietze noch nicht vom Tisch." Kuriose Abstimmung: Drei Ratsmitglieder stimmten mit "Ja", acht enthielten sich. Für das ausgeschiedene Ratsmitglied Udo Fischer (wegen Unvereinbarkeit von Amt und Mandat) rückte Hans Willi Triesch (SPD) nach, den die Ortschefin verpflichtete.