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Eltern fürchten um ihre Kinder

Der Zebrastreifen am Kindergarten St. Maternus ist kaum zu erkennen, die Farbe ist verwittert, bei Regen fast unsichtbar, Hinweisschilder sind von Bäumen zugewachsen. TV-Foto: Cordula Fischer
Der Zebrastreifen am Kindergarten St. Maternus ist kaum zu erkennen, die Farbe ist verwittert, bei Regen fast unsichtbar, Hinweisschilder sind von Bäumen zugewachsen. TV-Foto: Cordula Fischer
Einladung zum Schnellfahren: Der Karlsweg ist mit 7,50 Breite überdimensioniert, Autofahrer treten dort häufig aufs Gaspedal. Dem will der Ortsbeirat einen Riegel vorschieben. Elternvertreter vom Kindergarten St. Maternus, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen, haben sich mit diesem Anliegen an die Kommunalpolitiker gewendet. Von unserer Mitarbeiterin Cordula Fischer

Trier-Heiligkreuz. "Gefährlich", "es kommt immer wieder zu kritischen Situationen". So beschreiben Elternvertreter die Verkehrssituation in Höhe des Kindergartens St. Maternus sowie im gesamten Karlsweg. Kein neues Thema für den Ortsbeirat. Bereits im Stadtteilrahmenplan ist es aufgegriffen. Allein an der Umsetzung von Vorschlägen mangelt es, die Bürgern ein gefahrloseres Überqueren der Straße ermöglichen. Obwohl nicht mehr Hauptverbindungsweg nach Mariahof, lädt der Karlsweg mit 7,50 Meter Breite förmlich zum schnellen Fahren ein und ist als Rennstrecke bei Fußgängern gefürchtet.

Die Ortsbeiratsmitglieder unterstützen die Eltern, die ihr Anliegen vorgetragen haben. Ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzurichten, ist laut Ratsmitglied Klaus Wagner (SPD) nicht zulässig. Ziel muss aber sein, die Autofahrer zum langsameren Fahren zu zwingen und die Sicherheit von Fußgängern zu erhöhen.

Die Politiker sammelten erneut Lösungsvorschläge: Schilder und Fahrbahnmarkierungen erneuern, da sie zum Teil verwittert und schlecht sichtbar sind, Pflanzen zurückschneiden, damit vor allem die Kurve und der Überweg bei der Einmündung in die Berliner Allee besser einsehbar werden, versetzte Parkbuchten einzeichnen, einen Radstreifen anlegen und die Fahrbahnbreite dadurch reduzieren, dass beim Zebrastreifen am Kindergarten an beiden Seiten Verkehrsinseln in die Straße ragen. Dafür stellten die Politiker sogar 3000 Euro in das Ortsteilbudget für 2011 ein.

Weitere Maßnahmen auf der Prioritätenliste sind wie bereits beschlossen die Förderung des Jugendbusses, die Unterstützung der Grundschule, Planungskosten für die Umgestaltung des historischen Ortskerns, die Anschaffung von "Belloboxen" inklusive Abfalleimern, Ruhebänke, Heiligkreuz-Schilder an den in den Stadtteil führenden Straßen, die Gestaltung des Umfelds um die Skulptur von Bildhauer Thomas Föhr in der Tessenowstraße sowie die Einrichtung eines Trimm-Dich-Pfads um die Mattheiser Weiher. Allerdings hat der Ortsbeirat in Ermangelung einer Entscheidung des Stadtrats Mittel in Höhe des bisherigen Budgets (28 810 Euro) verplant. Kommt die Kürzung um 20 Prozent, müssen Abstriche gemacht werden.

Extra

Der Lärmaktionsplan und der Bürgerhaushalt 2011 enthalten keine Maßnahmen, die in Heiligkreuz umgesetzt werden. Die Straßburger/Metzer Allee wird erst in der Fortschreibung 2013 berücksichtigt, da dort laut Berechnung keine sehr hohe Belastung vorliegt. Obwohl im Bürgerhaushalt drei Vorschläge für Heiligkreuz gemacht worden sind - den Schleichverkehr in der Bernhardstraße zu unterbinden, die Verkehrssituation im Hopfengarten und die Parksituation am Herrenbrünnchen verbessern -, sind diese nicht häufig und gut genug bewertet worden und kommen nicht zur Beratung in den Stadtrat. Da dies aber für den Ortsbeirat Dauerthemen sind, fordert er, die Vorschläge weiter zu prüfen und alte Beschlüsse umzusetzen. (cofi)