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Klare Mehrheit für Realschulkonzept in Sicht

Pausenspaß an der Pestalozzi-Schule in Trier-Süd. Schon bald könnte diese Schule im Maarviertel in Trier-Nord einen neuen Standort bekommen. TV-Foto: Friedemann Vetter
Pausenspaß an der Pestalozzi-Schule in Trier-Süd. Schon bald könnte diese Schule im Maarviertel in Trier-Nord einen neuen Standort bekommen. TV-Foto: Friedemann Vetter
Trier. Für den Vorschlag des Ampelbündnisses im Trierer Stadtrat zur künftigen "Realschule plus"-Landschaft in Trier zeichnet sich eine größere Mehrheit ab als erwartet. Offen bleibt weiter die Frage, ob die Schulbehörden mitziehen. Von unserem Redakteur Dieter Lintz

Neue Realschulen plus in Trier-West und Ehrang, Umzug der bereits installierten Realschule plus von Trier-Süd nach Trier-Nord: Dieser Schwenk sorgt für heftige Wallung in der Pestalozzi-Schule, die von einem Ende der Innenstadt zum anderen wechseln soll - auf den Komplex der früheren Geschwister-Scholl-Schule im Maarviertel.

In der politischen Szene spricht hingegen vieles dafür, dass der Stadtrat das neue Konzept nicht nur mit den Stimmen des Ampel-Bündnisses beschließen wird, sondern auch mit einer breiten Mehrheit. "Dieser Vorschlag könnte durchaus Sinn machen", sagt selbst CDU-Fraktionschef Berti Adams. Für Ehrang werde man ohnehin votieren, und den Doppel-Beschluss mit der Neu-Einrichtung in West und dem Umzug von Süd nach Nord könne man "nicht von vornherein ablehnen". Freilich will Adams am Montag erst einmal in Ruhe mit seiner Fraktion sprechen.

Die FWG hat sich schon im Vorfeld eine Meinung gebildet, nachdem Schuldezernentin Birk die neue Option in der vergangenen Woche angedeutet hatte. "Wir werden zustimmen", kündigt die Fraktionsvorsitzende Christine Probst an. Die jetzige Planung habe "den Charme, dass wir Nord und West als Standort sichern können".

Auf den ersten Blick überraschend erscheint, dass auch die Trier-Süder Ortsvorsteherin Jutta Föhr Zustimmung signalisiert: Sie glaube nicht, "dass die Trier-Süder so an diesem Standort Pestalozzi-Schule hängen". Für Trier-West und -Nord sei eine Realschule plus "viel wichtiger". Noch stehe allerdings ein Votum des Ortsbeirats aus. Aber großen Widerstand erwartet die Ortsvorsteherin nicht: "Die Trier-Süder sind vernünftige Leute."

Die offenbar breite Zustimmung in der Stadt dürfte es dem Schulministerium und der ADD nicht leichter machen, die Wunsch-Lösung abzublocken.

Man werde "in Gesprächen mit der Stadt gründlich prüfen, welche Veränderung der Schülerströme nach dem neuen Plan zu erwarten ist", sagt Sigurd Hein von der ADD. Trier müsse "erklären, wie es genügend Schüler in den West-Stadtteil bringt". Zudem sei unklar, ob für den gewünschten Start im Sommer 2011 am Standort Kurfürst-Balduin die nötigen räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden könnten.

Den Start in Ehrang hält Hein dagegen für "unproblematisch".