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Zweite Kita kommt ins Zentrum

Einen Teil des Parks Monéteau (Streifen von den Nadelbäumen links bis zu den Fahnen in der Bildmitte) will die Gemeinde Föhren für einen Kindergartenneubau zur Verfügung stellen. TV-Foto: Albert Follmann
Einen Teil des Parks Monéteau (Streifen von den Nadelbäumen links bis zu den Fahnen in der Bildmitte) will die Gemeinde Föhren für einen Kindergartenneubau zur Verfügung stellen. TV-Foto: Albert Follmann FOTO: (h_tl )
Föhren. Nach einigen vergeblichen Anläufen hat Föhren einen Standort für den Bau des zweiten Kindergartens gefunden. Es ist ein Gartengrundstück im Ortskern, das teilweise erworben werden soll. Auch ein Teil des Monéteau-Parks soll für die Kita abgezweigt werden. Albert Follmann

Föhren. Nun haben die Föhrener Gewissheit: Der neue Kindergarten wird in der Ortsmitte gebaut, unmittelbar neben Grundschule und Turnhalle. Beschlossen hat dies der Gemeinderat am Dienstagabend mehrheitlich. Die SPD-Fraktion war dagegen; sie favorisiert das Baugebiet "In der Acht" als Standort.
44 Plätze an neuem Standort


An der bestehenden Kita am Föhrenbach gibt es nach Ansicht der Kreisverwaltung keine geeignete Erweiterungsmöglichkeit. Da die Meulenwaldgemeinde unmittelbar nach der "Reilsheck" demnächst ein weiteres Baugebiet ausweist ("In der Acht" mit mehr als 100 Baustellen), besteht Handlungsbedarf für die Unterbringung weiterer Kinder. In der neuen Kita sollen zwei altersgemischte Gruppen mit insgesamt 44 Kindern untergebracht werden.
Mehr als ein halbes Dutzend potenzielle Kindergartenstandorte hatte der Gemeinderat in den vergangenen Monaten prüfen lassen. Eine gemeindeeigene Fläche im Brühl (Martinsfeuer-Platz) schien bei SPD, CDU und FWG konsensfähig zu sein, doch es gab ein Problem: Bei Messungen wurde Methangas festgestellt. In diesem Bereich befand sich die alte Föhrener Hausmülldeponie. Vor der Ratsentscheidung am Dienstag hatte die Gemeinde noch zwei Zusatzstandorte prüfen lassen: Und zwar ein Gelände in Eitzenbach, Nähe Spielplatz, und das Anwesen Lehnertz mit der Parkteilfläche in der Ortsmitte. Eitzenbach hielten alle Fraktionen für ungeeignet, weil es außerhalb des Ortes liegt und man einen Teil des Waldes hätte roden müssen.
Die Mehrheit des Rates schloss sich der Empfehlung von Ortsbürgermeisterin Rosi Radant an und stimmte für die zentrumsnahe Alternative. Vorteile, so Radant, seien die Nähe zu Grundschule, Sportgelände und bestehender Kita. Außerdem seien die Hausanschlüsse an der Straße sowie die Parkplätze vorhanden. Rund 1200 Quadratmeter werden für Kita-Gebäude und Außenbereich benötigt. Etwa 900 Quadratmeter will die Gemeinde von privater Seite kaufen, 300 Quadratmeter sollen vom Dorfpark abgezweigt werden.
"Wir setzen den Bewohnern die Kita vor die Nase", kritisierte SPD-Sprecher Matthias Wagner. Er plädiert für den Standort am künftigen Baugebiet "In der Acht". Dort gebe es "neutralere Verhältnisse". Unterschiedliche Einschätzungen gab es bezüglich der Kosten. Während die Verwaltung und Teile des Rates die Lösung im Ortskern für kostengünstiger halten, weil unter anderem in der Acht wegen der Nähe zur Bahn eine Lärmschutzwand gebaut werden müsse, sind die Sozialdemokraten vom Gegenteil überzeugt. Dem Antrag der SPD, die Trägerschaft der Kita auszuschreiben, kam der Rat einstimmig nach. Bisher hat sich nach Auskunft von Ortsbürgermeisterin Radant nur die Kita gGmbH Trier für eine Trägerschaft beworben. Sie führt auch schon die bestehende Einrichtung in Föhren. Auch plädierte die SPD für die Ausrichtung eines Architektenwettbewerbs. Eine knappe Ratsmehrheit entsprach diesem Antrag. Es gab sieben Jastimmen, sechs Enthaltungen und sechs Gegenstimmen.