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15 Kilo Kartoffeln und drei Tonnen Äpfel

15 Kilo Kartoffeln und drei Tonnen Äpfel

Damit von dem reichen 2011er Apfelsegen nichts zugrunde geht, haben Christel Utters und Peter Lohberg in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und der Grundschule Dockweiler ein Apfelfest ins Leben gerufen - mit der mobilen Apfelsaftpresse der Familie Bernardy (Üxheim) im Mittelpunkt.

Dockweiler. Kalt und neblig ist der Apfelfesttag. Doch was stört das die vielen Kinder und Erwachsenen, wenn sie einmal mitten im Dorf den Weg vom Apfel zum leckeren Saft verfolgen können?
In Kisten, Körben und Säcken schaffen Apfelbaumbesitzer aus Dockweiler und Umgebung das Obst herbei, bringen Grundschulkinder auf Leiterwagen die kurz zuvor selbst gepflückten oder aufgelesenen Äpfel zu dem Platz in der Hauptstraße.
Dort hatten Hanne und Lothar Bernardy aus Üxheim frühmorgens ihre mobile Apfelsaftpresse aufgebaut und in Gang gesetzt. Den ganzen Tag über wurden das Obst gewaschen, zerkleinert und entsaftet, der Saft erhitzt und in Fünf-Liter-Boxen mit Zapfhahn abgefüllt - etwa drei Tonnen insgesamt, sagt Hanne Bernardy.
Die Familie mit eigener Streuobstwiese hat die gebrauchte Presse in diesem Jahr angeschafft. Wegen der reichen Apfelernte hätten sie einen "super Einstieg" erlebt, erzählt Hanne Bernardy. Das spontane Apfelfest in Dockweiler mache ihr besonders viel Spaß.
Dazu tragen auch Margret Schäfer und Hildegard May bei, die 15 Kilo Kartoffeln geschält haben und nun in einer riesigen Gusspfanne über offenem Feuer Reibekuchen backen. Beilage? Apfelmus! Der Bäcker Josef Utters bringt ein Quadratmeter großes Blech mit Apfelkuchen. Den Apfelsaft trinken die Besucher direkt aus dem Entsafter. "Lecker", sagen die beiden sechsjährigen Kinder Jakob Utters und Chanelle May.
Am Vormittag waren sie schon mit ihrer Klasse hier gewesen und hatten das Entsaften beobachtet. Nun ist die Schule aus, und sie wollen noch einmal dabei sein - wie ihre Lehrerin Angelika Sesterheim, die das Apfelfest als "genau das Richtige für die Kinder" und "wunderbar organisiert" bezeichnet. Die Idee stammt von den befreundeten Nachbarn Christel Utters und Peter Lohberg. Sie hatten etliche Helfer aus dem Dorf für die Sache begeistert, "damit bloß kein einziger Apfel kaputt geht", erklärt Christel Utters. red