Das Licht bleibt an

HILLESHEIM. (red) Der StromGau im Münsterland vor wenigen Wochen könne in dieser Formin der Verbandsgemeinde (VG) Hillesheim nicht eintreten, heißt es aus der VG-Verwaltung.

Auf eine Anfrage an die Verwaltung des grünen Ratsmitglieds Karl-Wilhelm Koch hin hat die Verwaltung ausgeschlossen, dass ein Stromausfall wie im Münsterland in der VG Hillesheim passiert. Zwar wurde offenbar auch im Hillesheimer Land der ins Gerede gekommene "Thomas-Stahl" verbaut. "Thomas" beschreibt das Herstellungsverfahren. Allerdings gibt es laut Antwort der Verwaltung dort keine Gemeinde, welche nicht im so genannten Ringsystem angeschlossen sei. Genau dies war in der münsterländischen Gemeinde Ochtrup der Fall: Hier gab es nur eine einzige Leitung, die unter den Schneemassen zusammengebrochen war. 20 000 Menschen waren mehrere Tage ohne Strom geblieben, da sich die Reparatur der Leitung als schwierig gestaltete, eine komplett neue Leitung musste aufgebaut werden. Durch die Ringanbindung kann die betroffene Gemeinde im Notfall über die zweite Leitung versorgt werden, so dass spätestens nach mehreren Stunden wieder Strom fließt. Allerdings weist das grüne Ratsmitglied Koch RWE auch ausdrücklich für den Hillesheimer Raum darauf hin, dass die Strommasten zu prüfen und bei erkennbaren Schwächen auszutauschen seien. Das RWE habe gegenüber den Kunden eine hohe Verantwortung, die es sich teuer genug bezahlen lasse. Dabei seien regelmäßige Wartung und Pflege der Infrastruktur und somit das Gemeinwohl höher zu stellen als der Profit der Aktionäre, der derzeit offenkundig eher das Verhalten der deutschen Strom-Multis dominiere.