Das Rennen ist eröffnet: Der derzeitige 1. Beigeordnete Friedhelm Marder verkündet seine Bereitschaft, sich um die Position als Stadtbürgermeister von Daun zu bewerben.

Kommunalpolitik : Marder tritt an – wenn die CDU ihn will

Das Rennen ist eröffnet: Der derzeitige 1. Beigeordnete Friedhelm Marder verkündet seine Bereitschaft, sich um die Position als Stadtbürgermeister von Daun zu bewerben. Amtsinhaber Martin Robrecht tritt bei der Wahl im Mai nicht mehr an.

Wer wird der nächste Dauner Stadtbürgermeister? Diese Frage stellt sich seit dem Herbst 2017. Damals hatte Amtsinhaber Martin Robrecht verkündet, bei der Kommunalwahl 2019 nicht mehr antreten zu wollen. Er hatte das Amt 2014 von Wolfgang Jenssen übernommen.

Hoch gehandelt worden als möglicher Nachfolger ist seitdem der 1. Beigeordnete der Kreisstadt, Friedhelm Marder. Nun hat er auf Anfrage des Trierischen Volksfreund erklärt: „Ja, ich bin bereit, für das Amt des Stadtbürgermeisters zu kandidieren.“ Allerdings will er das mit Unterstützung seiner Partei, der CDU, tun: „Das ist mir wichtig. Ich bin seit fast 30 Jahren Mitglied, aber ein sehr kritisches und nicht mit allen Entscheidungen der Bundespartei einverstanden. Wenn die Mitglieder des Stadtverbands Daun meine Bewerbung befürworten, werde ich als offizieller Partei-Kandidat antreten.“ Anders als Martin Robrecht: Der hat zwar auch ein CDU-Parteibuch, trat aber 2014 als unabhängiger Bewerber auf und besiegte in einer Stichwahl den offiziellen CDU-Kandidaten Gerd Becker.

Marder stammt aus Neroth und wohnt seit 35 Jahren in Daun, „wo ich wirklich gut aufgenommen worden bin“, berichtet Marder. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne. Beruflich ist er für die Organisation des Teams von Haustechnikern zuständig, das die Schulen in Kreisträgerschaft in Daun betreut, und zu dem auch er gehört.

Auf der kommunalpolitischen Bühne der Kreisstadt ist er seit 2007 aktiv. Zunächst als Mitglied, dann als Sprecher der CDU-Fraktion. Seit 2014 ist er 1. Beigeordneter der Stadt mit einem eigenen Geschäftsbereich. Er weiß also, was ihn erwartet, sollte er der nächste Stadtbürgermeister werden: „Es ist ein sehr arbeitsintensives Ehrenamt.“ Deshalb sollte die mögliche Kandidatur gut überlegt sein, sagt Marder. Denn anders als bei Martin Robrecht, der kurz nach seiner Pensionierung als Bundeswehr-Offizier ins Amt gekommen war, steht er noch im Berufsleben. Druck macht er sich nach eigenem Bekunden aber nicht: „Ich sehe dem Ganzen gelassen entgegen. Erst mal abwarten, wie unsere Mitglieder entscheiden.“ Die Versammlung des CDU-Stadtverbands ist für Ende Februar terminiert.