Die Mischung macht’s

DAUN/NERDLEN/KRADENBACH. (red) Zum achten Mal haben Schüler der Jahrgangsstufe zwölf des Thomas-Morus-Gymnasiums (TMG) mittelständische Unternehmen der Region untersucht und ihre Ergebnisse im Technologie- und Gründerzentrum Nerdlen-Kradenbach (TGZ) vorgestellt.

"Vom Servictechniker zum Unternehmensmanager" betitelten David Schröter, Lena Stolz, Kristina Stumps, Sebastian Thomas und Andreas Würtz ihre Präsentation des Unternehmens Leo Thiesgen (Agrar- und Fördertechnik) in Steiningen. Thiesgen gründete die Firma 1986 und steigerte trotz schwieriger werdender Marktbedingungen den Umsatz stetig. Heute beschäftigt die Firma 15 Mitarbeiter und setzt jährlich etwa 4,8 Millionen Euro um. Die J. Minninger KG ist das zweitälteste Unternehmen in Daun mit einem Unternehmenskonzept, das mit den Segmenten Haushaltswaren, Glas-Porzellan-Keramik, Zeitschriften, einem Baumarkt, Bau- und Brennstoffhandel wohl seinesgleichen sucht. Markus Daniel, Chris Feige, Simon Hachgenei, Jürgen Klöckner, Jonas Kohl, Stephan Liel und Laura Peters hatten bei ihrer Untersuchung festgestellt, dass die einzelnen Segmente unterschiedlich stark am Geschäftsergebnis beteiligt sind, sich aber gegenseitig stützen. Derzeit findet eine Marktbereinigung im Baumarktgeschäft wegen Überkapazitäten statt. Der Preiskampf ist auch in Daun zu spüren. Die TMG-Gruppe räumte Minninger jedoch gute Chancen in diesem Überlebenskampf ein. Denn Minninger hat eine hohe Eigenkapitalquote und kann mit Gewinnen aus anderen Geschäftsbereichen etwaige Defizite im Baumarktbereich auffangen. Mit anderen Worten: Die Mischung macht's! Die Dauner Firma Werner ist ein Unternehmen im Umbruch. 1913 gründete Friedrich Werner die Druckerei Werner. Von 1921 bis 1937 wurde die "Eifeler Landzeitung" gedruckt. Später kamen Buchhandel und der Handel mit Zeitschriften, Büromaschinen und Büroeinrichtung dazu. 2004 wurde die Druckerei wegen Unrentabilität aufgegeben. 2005 erfolgte dann der Umbau der Verkaufsräume. Katja Jendl, Stefanie Junk, Lena Lorenz, David Muckel, Florian Reicherz und Marvin Schott stellten bei der Untersuchung fest, dass die Umorientierung (weg von Druckerei, Büromöbeln und -maschinen) hin zu einer modernen Buchhandlung mit Schreibwaren und Geschenkartikeln die richtige Antwort auf die veränderte Marktsituation sei und gaben ein paar Tipps für die Zukunft. Der Getränkegroßhandel und die Spedition Jakob Krischel in Manderscheid war das Untersuchungsobjekt von Jan Diederichs, Lukas Fasbender, Kathrin Peters, Raphaela Weber und Lisa Willems. Die Firma wurde 1903 als Handelsunternehmen für Limonade und Roheis gegründet. Trotz konstant steigender Umsatzzahlen sank der Gewinn in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent. Die abnehmende Umsatzrentabilität führten die Schüler auf die Konkurrenz im Einzelhandel durch Discounter und im Speditionsgeschäft auf die Einführung der Maut und gestiegene Treibstoffkosten zurück. Das Autohaus Ford Stolz ist im regionalen Markt gut positioniert. Insgesamt liegt der Anteil der im Kreis Daun zugelassenen Fordfahrzeuge um einen Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt. Den Geschäftserfolg, der sich im steigenden Rohertrag dokumentiert, führten Martin Klein, Andreas Müller, Martina Schmitz, Martin Schöne, Anne Schreiner und Katja Surges auf das Vorhandensein einer modernen Lackiererei, gute Serviceleistungen und eine gute Personalentwicklung zurück.

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