Ein schwieriges Jahr mit guter Bilanz

Ein schwieriges Jahr mit guter Bilanz

Der Vorstand der Volksbank Rhein AhrEifel hat eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2013 gezogen. Die Bank ist in allen Bereichen gewachsen und hat Marktanteile hinzugewonnen.

Daun/Bad Neuenahr-Ahrweiler. Niedrige Zinsen und damit weniger Einnahmen, ein Vertrauensverlust der Bevölkerung in die gesamte Bankenbranche durch immer neue Berichte über "Manipulationsvorwürfe, maßlose Vergütungspolitik und andere Tricksereien": Nur zwei Gründe dafür, dass der Vorstandsvorsitzende der Volksbank (Voba) RheinAhr Eifel, Elmar Schmitz, bei der Vorstellung der Bilanz 2013 davon sprach, dass das vergangene Jahr "kein einfaches" gewesen sei.
Aber die Bilanz der Genossenschaftsbank, zu deren Geschäftsgebiet Teile der Verbandsgemeinde (VG) Daun und die gesamte VG Kelberg gehören, fällt dennoch positiv aus. In allen Bereichen ist laut Schmitz ein Wachstum zu verzeichnen. Die Bilanzsumme auf nun 1,966 Milliarden Euro gewachsen, 64 Millionen Euro mehr als 2012. Zum Vergleich: 2009 belief sich die Bilanzsumme noch auf 1,6 Milliarden Euro. Mit einem Ergebnis knapp an der Zwei-Milliarden-Euro-Grenze gehört die Voba weiter zu den größten genossenschaftlichen Banken in Rheinland-Pfalz.
Damit sie gewappnet ist für einen laut Schmitz "anhaltend harten Wettbewerb", ist das Eigenkapital weiter erhöht worden: um zwölf Millionen Euro auf 196 Millionen.Dividende von fünf Prozent


Die Voba hat mittlerweile mehr als 83 000 Mitglieder, 2774 sind im vergangenen Jahr hinzugekommen. Und die dürfen sich freuen: Sie bekommen wieder eine Dividende von fünf Prozent auf ihre Anteile am Kreditinstitut. Weit mehr, als derzeit bei anderen Anlagenformen zu holen ist. Neue Mitglieder und auch neue Kunden: 3299 sind 2013 zur Voba gekommen, insgesamt sind es nun 135 000. Viele gute Nachrichten, aber Schmitz verwies auch auf zu erwartende Entwicklungen. Die demografische Entwicklung stelle alle gesellschaftlichen Akteure vor große Herausforderungen. Gerade in Verbindung mit einer immer größer werdenden digitalen Vernetzung sei die demografische Entwicklung eine Belastung für die Heimat: Je mehr junge Menschen aus der Region wegzögen und je mehr Menschen im Netz einkauften, desto weniger Kaufkraft verbleibe in der Region. Dies wiederum bedeute einen Verlust von Arbeitsplätzen, ein geringeres Steueraufkommen und geringere finanzielle Unterstützung der Kommunen für die Infrastruktur, verdeutlichte der Vorstandsvorsitzende.Neuer Zusammenschluss


An der Peripherie des Geschäftsgebiets wird es einen Zusammenschluss von zwei Kreditinstituten (die Raiffeisenbanken Kaisers-esch-Kaifenheim und Lutzerather Höhe wollen fusionieren) geben, bei der Voba RheinAhrEifel ändert sich aber nichts. "Mit Lutzerath hätten wir uns ein Zusammengehen vorstellen können, es ist uns aber nicht gelungen", sagte Schmitz. Ansonsten gebe es derzeit keine Fusionsgespräche.