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Leserbrief von Monika Brost

Ihre Meinung : Das Problem ist der Mensch, nicht das Tier

Invasive Arten

Zur mehrfachen Berichterstattung über die Sichtung eines Silberfuches in der Eifel schreibt Monika Brost aus Wallenborn:

Problemfuchs, Problemwolf, Problembär und, laut Aussage von Grebener, sogar Problemeichhörnchen bzw Grauhörnchen. Wo bleibt aber das größte Problemtier, der Problemmensch?? Er ist mit großem Abstand das wohl gefährlichste, unbarmherzigste und dümmste Lebewesen auf diesem Planeten.

Die Erde ist Milliarden von Jahren alt und es ist immer wieder mal zu Einwanderungen „fremder“ Arten gekommen. Diese wurden dann heimisch und niemand hat sich daran gestört, weil es ja auch noch gar keine Menschen gab. Nun ganz plötzlich ist alles, was hier schon länger heimisch ist als der Problemmensch, ein großes Thema und es wird Geschrei darum gemacht, dass ein Wolf Schafe reisst, dass der Luchs wieder durch die Wälder streift und dass ein von depperten Menschen gehaltener und ausgebüxter Silberfuchs sich in der Nähe von Häusern aufhält, bei denen er leicht Futter findet.

Ein Herr Grebener würde am liebsten alles abballern was ihm vor seine Flinte läuft. Zu bedenken gebe ich aber, dass auch er als Mensch kein typischer Anwohner der Region und eine äußerst gefährliche invasive Art ist. Da wir Menschen ebenso vor langer, langer Zeit von Afrika aus in die Eifel eingewandert sind, gehören auch wir zu fremdartigen Einwanderern. Wobei es sich bei Wolf, Luchs, Bär, Fuchs und Grauhörnchen, Waschbär, Nilgans oder Mink um Wildtiere handelt, die das Recht haben, in Wäldern und auf Wiesen zu leben.

Auch wenn der Problemmensch meint, ihnen diesen Lebensraum zu nehmen, gibt es niemandem das Recht, diese unschuldigen Tiere, die ihrem Instinkt folgen, ohne Sinn und Verstand zu töten. Das „Problem“ mit diesen Lebewesen ist menschengemacht und sollte somit auch menschlich gelöst werden. Und zwar, indem man Pelztierzucht verbietet, Wildtierhaltung untersagt, seine Nutztiere besser schützt und vor allem, dass man sämtliche Tiere, auch diese die zum Schlachten gezüchtet werden, würdiger behandelt, indem man sie nicht noch vor dem töten lange quält und ihnen lange Transportwege auferlegt.

Die meisten Nutztiere, die von Wildtieren gerissen werden, entgingen wahrscheinlich einem schlimmeren und noch qualvolleren Tod, wie Transporte nach Arabien, Spanien oder in einen Schächtbetrieb. Dass der Schäfer im Artikel vom Hasborner Wolf äußerst zufrieden war mit der Entschädigung, ist mir klar, denn diese war höher, als der Betrag den er vom Schlachter für seine Tiere bekommen hätte.

Mir persönlich macht das Leben unter solch unbarmherzigen, grausamen und dummen Problemmenschen keinen Spaß mehr und meine Achtung vor diesen Individuen ist gaaanz tief, noch unter unterirdisch, gefallen. Jeder der ein Tier quält, oder es quälen lässt, dem sollen einmal die gleichen Qualen zugefügt werden, da bin ich der gleichen Meinung, wie Frau Wecker aus Konz in ihrem Leserbrief vom 14. April.