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Mal öfter was zusammen machen

Mal öfter was zusammen machen

Ein gemeinsames Dorfleben wie früher ist heute in vielen Dörfern nicht mehr alltäglich. In vielen Orten gibt es keine Kneipe mehr, keine Feste oder auch Streit innerhalb einer Gemeinde verhindert das früher normale Zusammensein der Bürger. In Gelenberg (Verbandsgemeinde Kelberg) steuert man einer solchen Entwicklung entgegen: Seit 2006 gibt es einen Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft.

Gelenberg. Auch in der 96-Einwohner-Gemeinde Gelenberg gibt es keine Kneipe und wenig Feste. Aber der Wunsch, mehr gemeinsam zu unternehmen, ist bei den Bürgern da. Genau dieses Ziel, das Zusammenleben und die Geselligkeit zu fördern sowie Brauchtum und Kultur zu erhalten und zu pflegen, hat sich der im vergangenen Jahr gegründete Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft in Gelenberg zur Aufgabe gemacht. Der Erfolg des Dorffests 2005 anlässlich der Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes gab den den Verantwortlichen den Mut dazu, etwas mehr als das Alltägliche für das Gemeinschaftsleben im Ort zu tun.Mitglieder sind grundsätzlich alle Einwohner

"Der ausschlaggebende Grund für die Gründung des Vereins war, das Dorfleben bei gewissen Anlässen wie Maibaumaufstellen, der Kirmes oder dem Dorffest zu beleben und wieder gemeinsam zusammenzukommen. Es geht uns einfach darum, dass die Bürger sich wieder einmal treffen und wir so das Gemeinschaftsleben im Dorf verbessern", erklärt Herbert Rollmann, Ortsbürgermeister und gleichzeitig Vorsitzender des Vereins. Die ersten Erfolge sind bereits zu verzeichnen. So wurde schon gemeinsam gewandert, der Verein pflegt den neuen Dorfplatz, und alle Spielplatzgeräte wurden kürzlich angestrichen. Immerhin 15 Bürger machten hier freiwillig mit.Eine Besonderheit hat sich der Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft in Gelenberg in seine Satzung geschrieben. "Mitglieder des Vereins sind automatisch alle Bürgerinnen und Bürger mit Erst- und Zweitwohnsitz in Gelenberg. Nur wer die Mitgliedschaft ausdrücklich ablehnt, ist nicht dabei. Mitgliedsbeiträge werden gar nicht erhoben", sagt Rollmann. Bei solch angenehmen Bedingungen hat auch niemand die Mitgliedschaft abgelehnt. Für die Zukunft wünscht sich die Vereinsführung um Herbert Rollmann, Kassiererin Monika Maier, Schriftführerin Claudia Lenarz und die beiden jugendlichen Beisitzer Peter Burggraf und Tobias Esch noch mehr Unternehmungen wie gemeinsames Wandern, Grillabende oder einfach Kartenspielen am Sonntagmorgen. "Das Dorfleben hier in Gelenberg war zwar in den vergangenen Jahren okay, aber durch den Verein kommt wieder mehr Leben hin-ein", sagt Claudia Lenarz.Am Sonntag, 2. September, ist es nun wieder so weit: Die Gemeinde feiert ihr Dorffest, für das ein attraktives Programm auf die Beine gestellt wurde. Neben einem Frühschoppen mit dem Musikverein Bodenbach, einem Mittagessen und Kaffee und Kuchen werden weitere Attraktionen für Jung und Alt geboten. Mit einem großen Basketballkorb-Preiswerfen ab 11 Uhr soll der kürzlich von der Gemeinde aufgestellte Basketballkorb gebührend gewürdigt und eingeweiht werden. Dem ersten und zweiten Sieger in den Klassen Frauen und Männer winken jeweils Geldpreise. Eine Fotoausstellung mit Bildern aus Gelenberg von einst bis heute lässt sicher den einen oder anderen in Erinnerungen schwelgen und bietet Gesprächsstoff über alle Generationen hinweg. Weiterer Programmpunkt ist die Tombola mit vielen attraktiven Preisen unter der Regie des Kinderchors Bongard-Bodenbach, der mit einigen Liedvorträgen ebenfalls zum Programm beiträgt. Der Gewinner des Hauptpreises kann sich auf eine handgefertigte Krippe freuen. Einen Teil des Erlöses möchte der Kinderchor einem wohltätigen Zweck zukommen lassen. Eine Hüpfburg für die kleinsten Gäste vervollständigt das Programm.