Zufriedene Aussteller und Besucher beim Eifel-Kunsthandwerker-Markt

Zufriedene Aussteller und Besucher beim Eifel-Kunsthandwerker-Markt

Etwa 6000 Besucher sind zu dem dreitägigen Eifel-Kunsthandwerker-Markt nach Kelberg gekommen - in erster Linie der 50 Aussteller wegen. Aber auch im Rahmenprogramm wurde viel geboten. Veranstalter des Markts war zum zweiten Mal die Ortsgemeinde.

Kelberg. Direkt am Eingang des Markts steht der Stand des Kunstschmieds Wolfgang Ax, der vom Hunsrück zu dem Markt nach Kelberg gekommen ist. Sein Lieblingsmotiv ist der Schmetterling, beim Publikum sind die geschmiedeten Hunde und Katzen der Renner. "Und die ganz ausgefallenen Stücke", sagt Ax und deutet auf einen Briefkasten, den er einem alten Schulranzen nachempfunden hat. Ein paar Stände weiter demonstriert der Tischler Helmut Meyer zwei Kindern, dass seine Frühstücksbretter einen integrierten Eierbecher haben. Das Geschwisterpaar staunt und lacht. "Das gefällt mir so gut an diesem Markt, dass hier Jung und Alt zu begeistern sind", sagt der Kunsthandwerker aus dem nur wenige Kilometer von Kelberg entfernten Mosbruch. Das Niveau des Marktes sei hoch, für ihn persönlich sei es sehr gut gelaufen.
Die 13-jährigen Freundinnen Lena Simon und Aileen Engels stehen bei einer Porträtzeichnerin in der Warteschlange. "Wir lassen uns zusammen als Comic zeichnen", erzählen sie. Schmuck aus Ostfriesland ist der Favorit von Thomas Käb aus Kirchweiler. Er ist in Begleitung seiner Frau und seiner Mutter; im Kinderwagen liegt das Baby Franz, und an seiner Hand ist die zweijährige Lilli. Sehr schön sei der Markt, den sie schon seit Jahren besuchten, findet Käb - auch als ihn noch die Familie Serocka in Köttelbach ausrichtete.
Dort hatte auch die Modedesignerin Gabriele Umbach-Kellnereit seit langem ihren festen Platz. Dass auch die Markt-Neuauflage "für jeden etwas" biete, sieht sie als Vorzug an. Sie meint, dass das Organisationsteam der Ortsgemeinde sich größte Mühe gegeben habe. Das bestätigt auch Michael Moll aus Manderscheid, der mit zwei Ständen vertreten ist: An einem Stand gibt es von Hand gezogene Kerzen, an einem weiteren frische Küche mit Handwerkerschmaus und Marktteller als Spezialitäten. "Die Stimmung ist super, die Leute sind klasse", schwärmt Moll.
Skulpturen für den Garten


Zwischen Ständen mit Haarspangen aus Holz, Eulen aus Stoff und Zimmerbrunnen aus Keramik hat Sabine Kettel aus Dankerath (Kreis Ahrweiler) einen Kunsthandwerker entdeckt, der Gartenskulpturen fertigt. Sie hat sich ein Exemplar mit Glaskugeln und Kupferdrähten gekauft und ist rundum zufrieden: "Ein wunderschöner Nachmittag mit Freunden", sagt sie. "Hier gibt es so tolle Sachen und eine große Auswahl."
Die Bilanz des Organisationsteams - Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas, Simone Schäfer-Merten und Peter Schmitt - fällt ebenfalls positiv aus. Der Freitag sei "super gelaufen", besonders als der Marktplatz zu Livemusik mit Kerzen und Fackeln erleuchtet war. Am Samstag sei es wegen des regnerischen, kühlen Wetters "relativ ruhig" gewesen. Den Sonntag dagegen nennt Schmitt "gigantisch". Insgesamt seien rund 6000 Besucher gekommen, sagt er und lobt die Jugendfeuerwehr für die vorbildliche Betreuung der Parkplätze und die Kindertagesstätte für die selbst gestalteten Keramiktäfelchen, die jedem Aussteller zur Erinnerung überreicht wurden. bb