Kräftige Zuwächse auf allen wichtigen Geschäftsfeldern

Kräftige Zuwächse auf allen wichtigen Geschäftsfeldern

Kräftige Zuwächse auf allen wichtigen Feldern kennzeichneten 2010 das Geschäft der Sparkasse Mittelmosel - Eifel-Mosel-Hunsrück. Die Bilanzsumme stieg auf 2,32 Milliarden Euro.

Gut gelaunt, trotz allgemeiner Finanz- und Wirtschaftskrise, präsentierten die drei Vorständler der Sparkasse Mittelmosel - Eifel-Mosel-Hunsrück auch schon die Bilanzen der Jahre 2008 und 2009. Bei der Vorstellung des 2010er-Ergebnisses zeigten sich Gunther Wölfges, Lothar Künzer und Edmund Schermann fast schon euphorisch. Zuwächse auf allen wichtigen Geschäftsfeldern kennzeichneten das vergangene Jahr.

"Wir haben ein Wirtschaftswunder erlebt", sagte Vorstandvorsitzender Gunther Wölfges bei der Vorstellung der Zahlen. "Dieses Wachstum war so nicht zu erwarten", führte er aus.

Alle Ängste waren unbegründet



Innerlich hätte man sich auch bei der Sparkasse auf mehr Insolvenzen und Arbeitslose eingestellt. Beide Ängste seien unbegründet gewesen. Wölfges: "Die Unternehmer haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir haben fast Vollbeschäftigung."

Das Wachstum der Sparkasse sei so stark ausgefallen wie lange nicht mehr.

Die Bilanzsumme stieg um 3,4 Prozent (83,2 Millionen Euro) auf 2,32 Milliarden Euro. Die Einlagen der Kunden erhöhten sich um 3,4 Prozent (60 Millionen Euro) auf 1,77 Milliarden Euro.

Zweites wichtiges Standbein ist die Kreditvergabe. Hier war ein Zuwachs um 4,3 Prozent (knapp 60 Millionen Euro) auf 1,4 Milliarden zu verzeichnen. An neuen Krediten kamen im vergangenen Jahr 309 Millionen Euro hinzu. 2009 waren es 252 Millionen Euro. "Ein sensationelles Wachstum", sagte Gunther Wölfges. Viel Geld haben die Kunden unter anderem in den Bau von Photovoltaikanlagen und in den Wohnungsbau investiert.

Beim Bilanzgewinn (1, 6 Millionen Euro) gab es 2010 einen Zuwachs um zehn Prozent. Und noch eine Zahl ist von Interesse. Die Sparkasse hat allein in den vergangenen beiden Jahren fast 9000 neue Kunden begrüßt. Nicht wenige davon seien wieder zurückgekehrt, nachdem sie andernorts offenbar schlechte Erfahrungen gemacht hätten.

Am Jahresende 2010 zählte die Sparkasse 97 752 Kunden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren werden neuerdings zu ihren Eltern gezählt.

Ausgeweitet hat die Sparkasse auch ihr Spendenvolumen. Für gemeinnützige, kirchliche und kulturelle Zwecke gingen 1,3 Millionen Euro (Vorjahr 790 000 Euro) an 830 Empfänger.

Kapital der Stiftungen wird kräftig aufgestockt



Im Blickfeld hat der Vorstand auch die beiden Sparkassenstiftungen für die Kreise Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell. Das Stiftungskapital soll auf zwölf Millionen Euro aufgestockt werden. Bisher sind etwa fünf Millionen Euro in den Töpfen. Bei einer Verzinsung von vier Prozent stünden dann, so Gunther Wölfges, jährlich 500 000 Euro zur Verfügung. Diese Summe soll vorrangig in die Bereiche Bildung und Erziehung investiert werden.

Eine wichtige Position nehmen an der Mosel die Bereiche Tourismus und Weinbau ein. Auch hier sei 2010 viel investiert worden, berichtete Lothar Künzer. In vielen Betrieb werde gut gewirtschaftet.

Noch nicht beschäftigt hat sich der Vorstand mit den Auswirkungen der Kommunalreform. Das werde erst geschehen, wenn es Entscheidungen gebe, sagte Gunther Wölfges. Am weitesten sind die Bestrebungen, wie berichtet, in der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron.

Die Ortsgemeinde Trittenheim wird bei ihrem geplanten Wechsel in die VG Schweich den Kreis Bernkastel-Wittlich und damit auch das Hoheitsgebiet der Sparkasse Mittelmosel verlassen. "Die Kunden entscheiden dann. Wir haben ein Interesse daran, sie zu halten", sagte Wölfges.