| 20:34 Uhr

Jüdische Spuren gesucht und gefunden

Auf Spurensuche in der Stadt: Schüler der Clara-Viebig-Realschule plus spüren das jüdische Leben in Wittlich auf – unter anderem an der Synagoge. Foto: privat
Auf Spurensuche in der Stadt: Schüler der Clara-Viebig-Realschule plus spüren das jüdische Leben in Wittlich auf – unter anderem an der Synagoge. Foto: privat
Wittlich. Wie und wo haben früher die Juden gelebt? Dieser Frage ging die Klasse 8f der Clara-Viebig-Realschule plus mit René Richtscheid, dem Geschäftsführer des Emil-Frank-Instituts nach.

Wittlich. Der spannende Vormittag begann im Emil-Frank-Institut, wo die Achtklässler eine Einführung in die Arbeit und die Bedeutung der Einrichtung erhielten. Warum wurde das Institut gerade in diesem Haus untergebracht? Hier, im Haus Mehs, fand man wichtige Dokumente über das jüdische Leben in Wittlich.
Danach ging es durch die Stadt mit Haltepunkten an großen ehemaligen Wohn- und Geschäftshäusern der Juden. Die Schüler bekamen wichtige Informationen über die Entwicklung des jüdischen Lebens, das sowohl von Blütezeiten als auch von dunklen Kapiteln geprägt war.
Wie aber sah das religiöse Leben aus? Das erfuhren die Achtklässler in der Synagoge. Richtscheid beantwortete geduldig und fachkundig die vielen Fragen der Schüler. "Warum sieht der neue Kronleuchter genauso aus wie der alte?" "Warum steht der Thoraschrein außerhalb der Synagoge?" Alles wurde genau erklärt, und so ging es zur letzten Station, der ehemaligen jüdischen Schule. Diese befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Markuskirche.
Schließlich kehrten die Schüler mit neuen Erkenntnissen über das Judentum in Wittlich in die Schule zurück. red