"So, wie es jetzt ist, ist es wesentlich besser"

"So, wie es jetzt ist, ist es wesentlich besser"

Kürzere Wege, mehr Attraktivität, die Öffnung der Innenstadt für den Fahrzeugverkehr und die Sicherheit seitens der Rettungsdienste und Feuerwehr: Das sind die Punkte, von denen sich die Stadt Verbesserungen von dem veränderten Marktkonzept verspricht. Wie ist der erste Markt denn nun bei Händlern und Kunden angekommen? Der TV hat sich umgeschaut.

Daun. Das neue Marktkonzept sorgte bei seiner Premiere für allerhand Wirbel bei Kunden und Händlern und spaltete die Gemüter bei der Beurteilung, ob es nun gut oder schlecht sei. "Schreiben Sie, der alte Markt war schöner", rief ein Passant, andere fanden das Konzept besser, und wieder andere hatten genug damit zu tun, ihren altvertrauten Händler wiederzufinden.

Es gab auch kleine Pannen. So war etwa in der Einfahrt zur Gartenstraße vor dem Kreisel keine Sperrung und auch kein Hinweis, dass die Straße nicht durchgängig befahrbar war. Die Folge: Viele Autofahrer fuhren bis zum Marktplatz und staunten dort über die Marktstände in der oberen Gartenstraße - hier erfolgte dann eine Absperrung.

Auch die Parkplatzsuche erhitzte die Gemüter. Nur die wenigsten wussten etwa, dass das Parkdeck am Markttag frei zu nutzen ist. "Wir sind noch nicht perfekt, aber es wird noch", sagte Marktmeister Hans-Dieter Wilhelm, der neben dem Einkassieren des Standgelds in manche Diskussion verwickelt wurde.

Viele Händler waren übrigens wegen des Glatteises auf den Straßen nicht gekommen, letztlich waren es dann allerdings doch noch rund 50. "Ich hatte allein gestern fünf Absagen, die Hälfte der Händler fehlt", berichtet Wilhelm.

Der Marktplatz selbst war allerdings nur mit wenigen Händlern belegt, die Gründe nennt Wilhelm: "Im April bekommen wir auch den Marktplatz voll. Ich muss allerdings jetzt schon anfangen mit der Neuordnung der Händler, damit es sich einspielt, und habe deshalb bestimmte Händler in der Gartenstraße gruppiert, wo sie dann auch bleiben sollen. Es macht jetzt überhaupt keinen Sinn, alle auf den Marktplatz zu bringen und dann beim nächsten Mal wieder zu wechseln. Die Leute müssen sich an diese Lösung jetzt gewöhnen. Alles muss sich jetzt erst einmal einspielen."

Besonders die Suche nach n altgewohnten Händlern bestimmte die Gespräche der Marktbesucher. Strümpfe aller Sorten verkaufen Rosemarie und Günter Krämer aus Mürlenbach, und sie sind trotz Platzverlegung vom Forum zum Marktplatz zufrieden mit dem Konzept. "Es wird sich alles einpendeln. Nur die ersten zwei, drei Märkte wird es Probleme geben, weil die Kunden ihre Händler auf den alten Plätzen suchen. Wir sind auch mit dem neuen Platz zufrieden", sagt Günter Krämer.

Gardinenhändler Heinz Radermacher aus Geilenkirchen ist dagegen nicht sonderlich glücklich mit der neuen Ordnung. "Die bisherigen Parkmöglichkeiten für die Kunden sind weg, und ich denke, für die Dauner Geschäftswelt war der Markt in der Stadt auch besser", sagt der Händler.

Die Marktbesucher sind geteilter Meinung über die neue Marktordnung; bei den meisten überwiegt aber die positive Sicht. "Grundsätzlich ist es besser, dass der Markt jetzt kompakter auf einem Platz ist. Ungünstig ist nur, dass die Parkplätze auf dem Marktplatz wegfallen. Das Parkhaus ist schon ein Stückchen weg, ich wusste auch nicht, dass es an diesem Tag kostenlos ist", sagt Marktbesucherin Melanie Wilhelmi aus Gillenfeld.

Auch Edgar Kiefer aus Daun findet den kompakten Markt besser. "Im Prinzip ist es so gut. Bei den letzten Märkten waren die Burgfriedstraße und die Lindenstraße doch ziemlich leer, es gab nur noch wenige Händler zu sehen und damit auch zahlreiche viele Lücken. Ich finde es so, wie es jetzt ist, wesentlich besser".

Im Zuge der Neuordnung wird der monatliche Bauernmarkt zudem in Zukunft immer am Forum stattfinden.