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Nur Sekunden fehlen zum Triumph

Nur Sekunden fehlen zum Triumph

Nur knapp ist der Seiwerather Johannes Fröhlinger bei der ersten schweren Bergetappe der Österreich-Rundfahrt an einem Etappensieg vorbeigeschrammt. Der 27-Jährige, der im vergangenen Jahr vom Team Milram zu Skil-Shimano wechselte, kam auf dem Großglockner als Zweiter ins Ziel.

Gerolstein/Großglockner. Obwohl die 63. Auflage der internationalen Österreich-Rundfahrt im Schatten der Berichterstattung der Tour de France steht, hat die Austria-Tour in diesem Jahr erheblich an Profil gewonnen. Das gilt sowohl für den Streckenverlauf wie auch für die Qualität der teilnehmenden Profis. Umso höher ist der Erfolg Johannes Fröhlingers zu werten.
Bei der Tour de France hatte der Profi in den Pyrenäen bereits seine Kletterqualitäten unter Beweis gestellt. Als Etappendritter schrammte er vor zwei Jahren im Milram-Trikot nur knapp am Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt vorbei. Jetzt fehlte ihm auf der schweren Etappe hinauf auf den Großglockner erneut nur eine Winzigkeit, um endlich den ersehnten Erfolg bei einem Teilstück einer großen internationalen Rundfahrt feiern zu können.
Dem ersten Profisieg des 27-Jährigen stand am Ende nur sein Teamkollege Alexandre Geniez im Weg. Der Franzose kam 15 Sekunden vor dem gebürtigen Gerolsteiner ins Ziel. Trotz des exzellenten Tagesergebnisses war Fröhlinger nicht ganz zufrieden. "Vielleicht habe ich sogar etwas zu lange gezögert und hätte es auf dem letzten Kilometer noch schaffen können, zu Alex aufzufahren", ließ der Eifeler auf seiner Homepage verlauten. "Dann wäre es zu der schwierigen Situation gekommen, wer die Etappe gewinnt." So aber war es nicht Fröhlinger, sondern Geniez, der seinen ersten Profisieg bejubeln konnte.
Der seit einigen Jahren im Breisgau lebende Radsportler aus der Eifel erwies sich jedoch als fairer Verlierer und zollte seinem Teamkollegen den gebührenden Respekt. Hinter einem Teamkollegen auf Rang zwei einzukommen, sei eine gute Sache. "Das war mit Sicherheit einer der besten Tage meines neuen Rennstalls", sagte Fröhlinger. jüb