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Spitzenzeiten auf Weltniveau gefahren

Der Gillenfelder Realschüler Tim Hartelt bewegt sich im Kartsport weiter auf einem sehr hohen Level. Foto: privat
Der Gillenfelder Realschüler Tim Hartelt bewegt sich im Kartsport weiter auf einem sehr hohen Level. Foto: privat FOTO: (g_sport
Gillenfeld/Filz. Tim Hartelt beeindruckt beim Elite-Rennen der Kartfahrer in Italien - "Können mit Besten mithalten".

Gillenfeld/Filz (red) Für vier Tage trafen sich die besten Kartfahrer der Welt im italienischen Lonato, um die Sieger zu ermitteln.Eine gute Rolle spielte dabei der Gillenfelder Realschüler Tim Hartelt. Die 1200 Meter lange Rennstrecke South Garda Karting bot nicht nur für ihn eine eindrucksvolle Kulisse.
Über 400 Fahrer aus über 40 Nationen, darunter langjährige Formel-1-Piloten wie Rubens Barichello, Luca Badoer oder Jarno Trulli gingen an den Start.
Nachwuchstalent Hartelt hatte sich in der nationalen Meisterschaft souverän für dieses Event qualifiziert. Hier gab er nun sein Debut auf der internationalen Bühne. Hartelt arbeitete sich im Laufe der Trainingssitzungen immer weiter an die Topzeiten heran. Die Spitzenfahrer trennten zum Teil nur wenige Hundertstelsekunden voneinander. Im ersten offiziellen Qualifikationstraining lag der junge Pilot aus der Eifel teilweise auf Position eins, bis er kurz vor Trainingsende auf eine Gruppe Karts auffuhr. Ihm gelang keine weitere freie schnelle Runde, und so reichte es schlussendlich für einen Startplatz in den Top 20. In den folgenden Vorläufen zeigte er sein Potenzial und fuhr in dem hochkarätigen Starterfeld Spitzenzeiten auf Weltniveau. Allerdings wurde er immer wieder durch kleinere Unfälle und Zeitstrafen im Classement zurückgeworfen. Hartelt kämpfte sich durch die sechs Vorläufe und schaffte als bester Deutscher seiner Klasse den Einzug, in das zweite Finale. "Davon habe ich geträumt", verriet der Teenager nach der Verkündung der Finalisten.
In den beiden Finalläufen A und B fahren nur noch die jeweils 34 besten Fahrer. Für einen großen Teil der Starter ist nach den Vorläufen die Veranstaltung beendet. Hartelt erwischte in seinem Finale einen sehr guten Start, und fuhr bereits auf Kurs in die Top 15. Mit starken Manövern und Spitzenzeiten bot er eine bemerkenswerte Rennaction. Bei einem Ausweichmanöver verlor Hartelt jedoch wieder wertvolle Positionen. Zudem musste er aufgrund dessen im Anschluss an das Finale eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe hinnehmen, da der Klappmechanismus des Frontspoilers ausgelöst hatte.
"Wir sind dennoch total zufrieden mit dem Ausgang. Unsere Performance war stark und wir konnten mit den Besten der Welt mithalten", resümierte Hartelt.