Wasser marsch!

Zum fünften Mal fällt am Samstag um 13 Uhr in der Eifel der Startschuss zum Fisherman\'s Friend StrongmanRun, dem ganz anderen Nürburgringlauf.

Nürburgring. Den Nürburgringlauf gibt es - mit einer Unterbrechung - seit fast 40 Jahren. Auf gerade einmal ein halbes Jahrzehnt kommt der StrongmanRun. Aber in dieser kurzen Zeit hat der Hindernislauf, den die Organisatoren den weltgrößten seiner Art nennen, die Traditionsveranstaltung nicht nur überholt, sondern etwa zehnmal überrundet.
13 500 Läufer wollen an diesem Samstag (Start: 13 Uhr) auf die in zwei Runden aufgeteilte, rund 24 Kilometer lange Strecke mit insgesamt 34 Hindernissen gehen. Dabei gilt es, Schlammgruben, Wasserlöcher und -rutschen, Türme aus Strohballen, Seen aus alten Autoreifen und knifflige Kletterhürden zu meistern und zu überwinden. Was viele dabei vergessen: Die Laufstrecke entspricht mehr als der halben Marathondistanz. Und das Terrain der Eifel garantiert viele Steigungen. Außer Kraft und Kletterkünsten ist somit viel Ausdauer gefragt. Anders als beim Nürburgringlauf verläuft die Strecke zudem nicht über den Asphalt der legendären Nordschleife, sondern quer über Wiesen und durch manches Wäldchen im Bereich der ehemaligen Südschleife.
Was auffällt: Es sind überwiegend, aber nicht ausschließlich Leute bis Anfang 40, die sich in teils abenteuerlichen Verkleidungen auf die Strecke machen. Römer, Wikinger, Al Capone oder American-Footballspieler sind Hingucker für die Zuschauer, die ein besonderes Spektakel geboten bekommen. Viele der StrongmanRun-Teilnehmer sieht man bei "normalen" Läufen nicht. Aber auch für gestandene Marathonläufer hat der Hindernislauf seinen Reiz.
"Ich finde, es ist eine schöne Abwechslung, wenn man nicht zu verbissen an die Sache rangeht. Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht", sagt Norbert Hauth aus Bernkastel-Kues, der auch schon klassische 42,195 Kilometer unter drei Stunden gelaufen ist, zu seinen Erfahrungen.
"So wenig wie möglich anhaben", lautet der Rat eines sehr erfahrenen StrongmanRun-Teilnehmers aus der Region Trier. Marcus Karl steht zum achten Mal in der Starterliste. Der Läufer von der LG Langsur war schon bei der Vorgängerveranstaltung auf dem Flughafen Weeze (Nordrhein-Westfalen) dabei.
Als Zusatzausrüstung empfiehlt Karl Handschuhe, die die Hände beim Klettern und Hangeln schützen. Außerdem solle man die Schuhe fest zubinden, damit sie nicht vom Matsch verschluckt werden. teu
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