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Volleyballer verpassen Sensation: 2:3 gegen Russland

Volleyballer verpassen Sensation: 2:3 gegen Russland

Die deutschen Volleyballer haben in der Weltliga knapp eine Sensation gegen den bisher noch ungeschlagenen Titelanwärter Russland verpasst. Die DVV-Auswahl musste sich dem Favoriten in Berlin erst nach einem Fünf-Satz-Krimi mit 2:3 (14:25, 25:22, 25:21, 23:25, 7:15) geschlagen geben.

Mit neun Punkten haben die Männer des Deutschen Volleyball- Verbandes (DVV) im Fernduell mit Hauptkonkurrent Bulgarien nun kaum noch Chancen auf den Sprung zur Endrunde. Die zweite Partie gegen Russland steigt am Freitag in Berlin.

„Russland ist eine der besten Mannschaften der Welt. Aber im Sport ist nichts unmöglich, es gibt keine Teams, die unschlagbar sind“, hatte Bundestrainer Raúl Lozano seinen Schützlingen vor dem Kräftemessen mit dem Favoriten noch Mut gemacht. Doch auf dem Platz folgten den Worten zu Beginn keine Taten: Zunächst dominierten die „russischen Riesen“ die Partie fast nach Belieben. Rasch setzte sich der letztjährige Weltliga-Zweite deutlich ab und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Nach nur 23 Minuten war das ungleiche Duell im ersten Durchgang beendet.

Doch die deutschen Männer, die erneut auf Stammkräfte wie Angreifer Georg Grozer und Kapitän Björn Andrae verzichten mussten, ließen sich von dem schwachen Auftakt nicht entmutigen. Die DVV-Männer kämpften sich zurück und agierten wie teilweise schon bei den beiden 0:3-Niederlagen in Russland durchaus auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten. Am Ende durften sich die Deutschen über den verdienten Satzausgleich freuen.

Im dritten Durchgang spielten die Deutschen wie entfesselt auf: Vor allem Kapitän Robert Kromm und Diagonalangreifer Jochen Schöps setzten sich nun ein ums andere Mal gegen den russischen Block durch und sammelten Punkt um Punkt. Schließlich machten die DVV-Männer den zweiten Satzgewinn gegen den Favoriten perfekt, dies war in dieser Saison bisher noch keinem Team gelungen.

Den Russen schmeckte der plötzliche Höhenflug der DVV-Auswahl überhaupt nicht, auch im vierten Durchgang hatten sie zunächst noch große Mühe mit dem Außenseiter. Im fünften Satz ging der bereits für die Endrunde qualifizierte Favorit dann wieder mit vollem Elan zu Werke. Dagegen waren die Deutschen mit ihren Kräften am Ende und brachen regelrecht ein.