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Keine Chance für Raab

Keine Chance für Raab

BITBURG/MAINZ. An Richard Weber beißt sich Moderator Stefan Raab die Zähne aus: Im TV-Total-Quiz "Blamieren oder Kassieren" musste sich Raab dem 23-jährigen Bitburger zum zweiten Mal geschlagen geben.

Die Regeln beim Quiz in der ProSieben-Sendung "TV Total" sind einfach: Ein Zuschauer tritt jede Woche gegen Raab an. Zehn Fragen, wer den Buzzer zuerst drückt, darf die Antwort geben. Für eine falsche Antwort werden Punkte abgezogen. Wer zum Schluss die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Vergangene Woche besuchte Richard Weber die Fernseh-Aufzeichnung in Köln. Die Karten hatte ihm Freundin Isabelle zu Weihnachten geschenkt. "Bei dem Quiz wollte ich zuerst gar nicht mitmachen", sagt Richard Weber, der aus Bitburg-Mötsch stammt und am St.-Josef-Gymnasium Biesdorf sein Abitur gemacht hat. "Dann hat Isabelle gemeint, ich soll mich doch mal melden." In einer Ausscheidung vor Beginn der Aufzeichnung konnte sich Weber gegen drei Kandidaten-Anwärter durchsetzen und qualifizierte sich für die Sendung.Auf einem Hocker gegenüber von Raab

Weber wurde aufgerufen, durfte auf dem Hocker gegenüber von Stefan Raab Platz nehmen. Die Fragen stellte Elton. "Ich musste so tun, als käme ich aus der Schweiz", berichtet Weber. "Raab wollte seinen Zuschauern verkaufen, dass die Sendung aus St. Moritz übertragen wird." Drei Fragen beantwortete Richard Weber korrekt. Raab lag fünf Mal richtig, bekam für drei falsche Antworten aber auch Punkte abgezogen. "Damit hatte ich am Ende gewonnen und bekam dafür 100 Schweizer Franken", erzählt Richard Weber. Und weil der 23-jährige Weber Showmaster Raab besiegt hatte, durfte er diese Woche erneut zum Quiz-Duell antreten. In der "TV- Total"-Sendung am vergangenen Dienstag war er wieder zu Gast. "Diesmal haben wir neben Freikarten sogar die Fahrtkosten bezahlt bekommen und ich musste einen Vertrag als Studiogast unterschreiben", sagt Richard Weber. Die Redaktion bat ihn, sich ein bisschen auf das Quiz vorzubereiten. "Die Mitarbeiter von Stefan Raab freuen sich, wenn ihr Chef verliert." Um seinen Gegner nervös zu machen, arbeitete Raab vor der Show mit Psycho-Tricks: "Vor der Sendung kam er auf uns zu und meinte: ,Der Sieg letzte Woche war nur Glück.' Dieses Mal würde er mich fertig machen." Doch daraus wurde nichts. Raab "blamierte" sich zum zweiten Mal, Weber "kassierte" erneut. Ganz souverän mit 4:2 richtigen Antworten. "Wenn man die erste Frage richtig gelöst hat, ist die größte Anspannung weg. Wenn ich die Sendung abends im Fernsehen gucke, bin ich nervöser, als wenn ich da vorne sitze", sagt Richard Weber, dessen Bekanntheit an der Uni enorm zugenommen hat. Weber hat in Mainz fast schon Promi-Status: "Am Tag nach der Sendung saßen zwei Mädchen in der Mensa. Die haben mich angeguckt und rumgetuschelt. Ich habe gesagt: Ja, ich bin es", erzählt der Student. Im siebten Semester studiert er Soziologie. Am Dienstag freut er sich auf das dritte Quiz-Duell mit Raab. Er hat keine Probleme, die Zeit aufzubringen. "Normalerweise gehe ich dienstags zu McDonalds arbeiten. Aber so lange ich beim Quiz bin, ist mein Stundenlohn höher und die ,Arbeit' macht auch mehr Spaß."