Interview: „Wir haben keinen Druck, Wittlich ist der Favorit“

Interview : „Wir haben keinen Druck, Wittlich ist der Favorit“

Ihre Mannschaft hat auch das Derby gegen Traben-Trarbach (2:1) gewonnen. Was war entscheidend nach dem achten Spiel in Folge ohne Niederlage?

SÖZEN Wir sind kurz vor der Halbzeit in Führung gegangen, Traben-Trar­bach glich kurz nach der Halbzeit aus. Tilmann Meeth, der den ersten Treffer erzielt hatte, war dann in der letzten Minute zum 2:1 erfolgreich. Wir haben verdient gewonnen, weil wir das Spiel fast über die gesamten 90 Minuten hinweg dominiert haben. Dennoch Riesenrespekt vor der SG Traben-Trarbach, die super gekämpft und gut nach hinten gearbeitet hat. Sie hat uns voll gefordert. Meine Jungs ziehen super mit, haben meine Philosophie verstanden und zeigen Woche für Woche den absoluten Siegeswillen.

Was macht den Erfolg der Mannschaft derzeit aus, und welches Ziel haben Sie formuliert?

SÖZEN Sie will in jedem Spiel bis zum Ende Gas geben. Für meine Begriffe habe ich der Mannschaft vermittelt, die fehlenden drei, vier Prozent herauszukitzeln (Sözen übernahm das Coaching Ende September vom zurückgetretenen Christoph Krähling und soll bis auf Weiteres Trainer bleiben d. Red.). Ich schaue nur auf die Leistung und auch von Spiel zu Spiel. Am Ende gucken wir, was dabei herauskommt. Wir haben gar keinen Druck. Rot-Weiss Wittlich bleibt der große Titelfavorit. Platz eins ist für uns weit weg. Das heißt aber nicht, dass wir keine Ziele mehr haben.

Was zählt im letzten Spiel des Jahres gegen die SG Laufeld? Und welchen Stellenwert genießt der Kreispokal, in dem Ihre Mannschaft noch vertreten ist?

SÖZEN Zuerst spielen wir gegen Laufeld, was unglaublich schwer wird. Denn wer bis 15 Minuten vor Schluss in Wittlich mit 2:0 führt, hat eine hohe Qualität. Wir fahren dann nach Altrich, das eine eingespielte Mannschaft hat. Die Aufgabe wird umso schwerer, weil wir auf dem für uns ungewohnten Hartplatz antreten.  Der Pokalsieg ist ein Ziel von uns. Deswegen sage ich auch klipp und klar, wer das Spiel nicht ernst nimmt, wird unangenehme Worte von mir hören. Bis auf den Langzeitverletzten Serdar Kahyaoglu sind alle dabei, auch wenn Alexander Klein und Nils Kiesewetter, die angeschlagen sind, auf die Zähne beißen.