Auto stürzt bei Neuerburg einen Hang hinab - Insassen schwer verletzt (Foto/Video)

Auto stürzt bei Neuerburg einen Hang hinab - Insassen schwer verletzt (Foto/Video)

Ein mit zwei Personen besetztes Fahrzeug ist am Samstagabend einen 200 Meter tiefen Abhang bei Neuerburg (Eifelkreis, Verbandsgemeinde Südeifel) hinabgestürzt, dabei wurden die beiden Insassen schwer verletzt. Ein Großaufgebot an Wehren war im Einsatz.

Foto: Markus Angel
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Foto: Markus Angel

Der Unfall in der Gemeinde hat am Samstagabend einen größeren Einsatz mit 59 Wehrleuten und mehrere Rettungsteams ausgelöst. Nach Angaben der Polizei war der mit zwei Personen besetzte VW Up aus bisher ungeklärter Ursache gegen 21 Uhr auf einem unbefestigten Waldweg von der Straße abgekommen. Das Auto stürzte einen etwa 200 Meter tiefen und steilen Abhang hinunter und überschlug sich mehrfach, bevor es in über zwei Meter Höhe mit der Fahrerseite gegen einen Baum prallte.

Einer der Insassen konnte sich aus dem total beschädigten Fahrzeug befreien und schwerverletzt bis zur Mühlenstraße schleppen. Dort fand ihn ein Anwohner und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Zwei Suchtrupps der Feuerwehren aus Neuerburg, Mettendorf, Ammeldingen und Körperich machten sich sofort nach dem Eintreffen auf den Weg, den Unfallort ausfindig zu machen.

Laut Dietmar Fandel, stellvertretenden Wehrleiter der VG Südeifel, fand einer der Suchtrupps kurze Zeit später das total beschädigte Fahrzeug in einem unwegsamen Waldstück oberhalb der Tränkstraße in Neuerburg. "Die Unfallstelle war nur zu Fuß erreichbar. Wir mussten unsere komplette Rettungsausrüstung über einen schmalen Waldweg bis zu der Unfallstelle transportieren, um den im PKW verbliebenen zweiten Insassen zu versorgen", so der stellvertretende Wehrleiter gegenüber volksfreund.de.

Nachdem der Schwerverletzte notärztlich versorgt und stabil war, befreiten die Wehrleute den Mann aus dem total beschädigen Fahrzeug. Im Anschluss musste er mit einer Trage einen vier Meter steilen Hang hochgezogen werden, bevor mehrere Rettungskräfte ihn zu Fuß über eine Strecke von rund 800 Meter zum Rettungswagen weiter tragen konnten. Die Wehrleute hatten rund anderthalb Stunden lang alle Hände voll zu tun. "Wir mussten einerseits sicherstellen, dass der PKW nicht weiter abstürzt und parallel dazu den Verletzten im PKW versorgen und stabilisieren", so Dietmar Fandel.

Wie es zu dem Unfall kam ist noch unklar. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, auch ob Alkohol oder Drogen bei diesem Ereignis im Spiel waren. Auch die Bergung des völiig demolierten Fahrzeugs ist noch unklar. "Hier muss ein Spezialunternehmen ran, den PKW zu bergen. Das wird jedoch wahrscheinlich nicht vor Montag der Fall sein", so die Polizei Bitburg. Im Einsatz waren neben den genannten Rettungskräften außerdem das Deutsche Rote Kreuz aus Neuerburg, Echternacherbrück und Arzfeld. Gegen 23.15 Uhr kehrten die erschöpften Wehrleute wieder in ihre Gerätehäuser zurück.

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