Bitburger Feuerwehr: Heftiges Halbjahr

Bitburger Feuerwehr: Heftiges Halbjahr

118 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr Bitburg im ersten Halbjahr 2012. Ungewöhnlich häufig ist dabei für die Helfer der Anteil der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen aus ihren Fahrzeugen befreit werden mussten.

Bitburg. "Das war bis jetzt ein strammes Jahr", sagt Manfred Burbach, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg. 118 Mal mussten er und seine Männer allein im Zeitraum Januar bis Juni 2012 ausrücken. Und was sie dabei zum Teil erlebt haben, ist einigen trotz jahrelanger Erfahrung an die Nieren gegangen. Vor allem der Einsatz an Fastnachtssamstag, an dem bei einem Verkehrsunfall bei Rittersdorf zwei kleine Kinder ums Leben kamen. "Der Einsatz war mit Abstand der heftigste", sagt Burbach.
Bei den 16 Verkehrsunfällen, zu denen die Feuerwehr in diesem Jahr bislang gerufen wurde, mussten insgesamt neun Menschen aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Und neben den beiden Kindern aus Rittersdorf kam auch für zwei Erwachsene jede Hilfe zu spät.
Um die Fahrzeuginsassen mit dem Schneidwerkzeug aus den Unfallwagen befreien zu können, ohne dabei durch sich plötzlich auslösende Sicherheitsmechanismen wie Airbag selbst verletzt zu werden, verfügen die Helfer seit kurzem über einen Laptop mit speziellem Programm, in dem die technischen Daten sämtlicher Fahrzeuge enthalten sind. "Wenn wir die genauen Angaben des Fahrzeugs haben, können wir damit schon während der Fahrt zum Einsatz nachprüfen, wo wir schneiden können", erklärt der Wehrleiter.
Womit die Freiwilligen Helfer in den ersten sechs Monaten ebenfalls auffällig oft beschäftigt wurden, waren Wohnungsbrände, von denen es insgesamt sechs gab und bei denen auch drei Menschen aus dem Gebäude gerettet werden mussten. "Alle drei lebend - zum Glück", sagt Burbach. Glimpflich ausgegangen sind die Einsätze auch für die Tiere, mit denen die Feuerwehr zu tun hatte. Dazu zählt beispielsweise ein in der Stadt ausgebüchstes Pferd, die Schlange in der Brotabteilung des Rewe-Markts oder aber das kleine Kätzchen, das sich in einer Zwischendecke des Kaufland-Parkhauses in eine Situation gebracht hatte, aus der es allein nicht mehr herausgekommen wäre.uhe