Elefanten-Zahnpasta aus dem Schullabor

Elefanten-Zahnpasta aus dem Schullabor

Eine Chemiestunde der besonderen Art haben die Schüler des Grundkurses der Stufe 13 des Regino-Gymnasiums Prüm zusammen mit Studienrätin Michaela Ostermann erlebt. Für die Vorschulkinder der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm hatten sie eine Vielzahl geeigneter Experimente ausgewählt und liebevoll aufbereitet.

Prüm. Die Oberstufenschüler des Chemie-Grundkurses hatten sich mehr als eine Woche am Regino-Gymnasium Prüm auf die Doppelstunde vorbereitet. Für neun Vorschulkinder der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm hatten sie Experimente ausgewählt und aufbereitet.
Als die Kindergartenkinder zusammen mit ihren zwei Erzieherinnen, Claudia Keilen-Thommes und Frieda Brening, ankamen, fanden sie im "alten" Chemiesaal einen Experimentierparcours vor, den sie in Zweiergruppen durchliefen. Ausgestattet mit Schutzbrillen, gingen die kleinen Forscher ans Werk.
Da gab es eine Station, wo hart gekochte Eier ohne Schale in einer Flasche verschwanden und auch wieder herausflutschten, ohne sie mit der Hand berührt zu haben. Einen Flaschentornado konnten die Kinder ebenso bewundern wie einen Luftballon, der von Backpulver aufgeblasen wurde, eine Cola-Fontäne auf dem Schulhof oder eine Rakete aus einem umgebauten Teebeutel. Eindrucksvoll war das Experiment mit zwei Luftballons, die über einer Kerze zum Platzen gebracht wurden. Ein Höhepunkt war die Station, wo die Kinder Brause unterschiedlicher Geschmacksrichtungen zum Mitnehmen in einem Glas - dekoriert mit Strohhalm und Lutscher - selbst herstellen konnten.
Die Schüler der Stufe 13 betreuten die Kinder geduldig an den Stationen. Zum Abschluss führten drei "Große" in der "Forscherwerkstatt" ein weiteres Experiment vor: Bei der Herstellung von "Elefanten-Zahnpasta" reagiert ein Flüssigkeitsgemisch innerhalb weniger Sekunden zu einer riesigen Schaummasse. Der Schaum quillt aus dem Becherglas heraus und verteilt sich über den Tisch. "Für die Schüler war diese Chemiestunde eine echte Herausforderung, allerdings auch eine sehr bereichernde Erfahrung", sagt Chemielehrerin Michaela Ostermann. red

Mehr von Volksfreund