SPD steht hinter Spindler

BADEM. Bernd Spindler wird für die SPD am 12. Oktober erneut für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Die Mitgliederversammlung nominierte den Amtsinhaber einstimmig.

Selbstbewusstsein auf ganzer Linie - das prägte die Mitgliederversammlung der Kyllburger SPD-Ortsververeine in Badem. Dort nominierten 25 von 57 Mitgliedern am Samstag Bernd Spindler einstimmig zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 12. Oktober.Selbstbewusstsein versprühte auch die angereiste SPD-Prominenz, vom Umwelt-Staatssekretär Hendrik Hering über die Bundestagsabgeordnete Elke Leonhard und Landtagsabgeordnete Monika Fink bis hin zum Kreisvorsitzenden Hubert Weis. Sie allesamt waren angereist, dem Amtsinhaber und Kandidaten den Rücken zu stärken und gewillt, den "roten Farbtupfer auf der schwarzen Landkarte" zu erhalten.Diesen Tupfer gibt es seit 1995, nachdem sich SPD-Kandidat Spindler in der Urwahl gegen den damaligen CDU-Kandidaten Helmut Berscheid durchgesetzt hatte und ins Kyllburger Rathaus eingezogen war.Dass die Ausgangssituation bei der nun anstehenden Wahl eine andere ist, dokumentierte auch Kandidat Spindler mit selbstbewusstem Auftreten. Nach siebeneinhalb Jahren auf dem Stuhl des Bürgermeisters ist Spindler sich sicher, genügend vorzuweisen zu haben, um die Bürger in der Verbandsgemeinde erneut überzeugen zu können.In seinem Bericht, angesetzt vor der Wahl des Kandidaten, ließ Spindler seine Amtszeit Revue passieren. Dabei machte er deutlich, dass er die Gegenseite im Wahlkampf weder schonen wird, noch gewillt ist, sich seine Wahlkampffelder streitig machen zu lassen. Die CDU hatte mit Rainer Wirtz einen Kandidaten präsentiert, der als hauptberuflicher Wirtschaftsförderer das Kompetenzfeld der wirtschaftlichen Entwicklung der VG beackern will."Im Vordergrund stand für mich immer, die wirtschaftliche Entwicklung voran zu bringen", betonte nun Spindler und verwies auf das Industrie- und Gewerbezentrum (IGZ) Badem. Stand der Bürgermeister genau deswegen in einer Ratssitzung im vergangenen Jahr noch in der Kritik, so verkündete er nun: "Der erste Erschließungsabschnitt in Badem ist überwiegend verkauft. Mittlerweile gibt es schon Interessenten für den zweiten Erschließungsabschnitt." Spindler machte deutlich, dass dies vor allem deshalb nicht einfach gewesen sei, weil man sich gegen starke Konkurrenz durchzusetzen habe. "Die Leute, die heute Kritik üben, sind die gleichen, denen es damals gelungen ist, dass zahlreiche Arbeitsplätze nicht in der Verbandsgemeinde geblieben sind. Und wir wollen doch nicht den Bock zum Gärtner machen."Und Spindler listete weitere Handlungsfelder auf, auf denen er in seiner noch andauernden Amtszeit gepunktet habe: "Mit dem Kanalbau waren wir acht Jahre früher fertig als geplant." Auf Schloss Malberg sei es gelungen, nach vielen Gesprächen sowohl Bund als auch Land für die Sanierung mit ins Boot zu holen, zuletzt sogar den Kreis. Weiter nannte Spindler die Sozialhilfekosten, die bei seinem Amtsantritt die höchsten im Kreis gewesen seien. "Mittlerweile sind es die niedrigsten."Im Feuerwehrwesen präsentiere sich die VG vorbildlich mit neuer Fahrzeugausstattung, und auch in Sachen Vogelschutzgebiet sei "eine vernünftige Lösung gefunden" worden. Nicht zuletzt wucherte Spindler mit dem Pfund, dass im Verbandsgemeinderat "99 Prozent meiner Vorschläge angenommen worden sind. Also kann meine Arbeit nicht so schlecht gewesen sein".Zumindest für die SPD-Mitglieder stand fest, dass sie den richtigen Kandidaten gefunden hatten, und so votierten die Mitglieder bei der anschließenden Wahl selbstbewusst zu 100 Prozent für den einzigen Kandidaten, Bernd Spindler.