Der Probelauf beginnt

SCHWEICH. Wo Geschäfte, Ärzte, Verwaltungen ihren Sitz haben, fahren viele Autos. Dies gilt auch für Schweich. Verkehrsberuhigung ist ein Dauerthema.

Der Beginn der Sitzung des Schweicher Stadtrats verzögerte sichum einige Minuten. Ein kleines Grüppchen steckte noch die Köpfezusammen, stimmte sich über den Tagesordnungspunkt"Verkehrsfragen" ab. Stadtbürgermeister Vitus Blang sprach von"übergreifenden Gesprächen" und dem Ziel, "für alle ein tragbaresErgebnis vorzulegen". Es kam tatsächlich zu einer Entscheidung, die zumindest für ein halbes Jahr Bewegung in die Verkehrssituation in der Stadt und in die Diskussion unter der Bevölkerung bringen wird. Damit wird nach jahrelanger Diskussion und vielen auf eine Entscheidung drängenden Worten des Stadtbürgermeisters mit der Umsetzung des Verkehrskonzepts begonnen.

Mit den Stimmen der SPD und von fünf CDU-Mitgliedern einigte sich der Rat auf folgende Regelungen, die der Verkehrsberuhigung dienen sollen: Die Raiffeisenstraße wird von der Madellstraße bis zum Kreisel Kurfürstenstraße zur Einbahnstraße. Eine Einbahnregelung gilt auch für die Benediktinerstraße in Richtung Langfuhr, die Ludwig-Uhland-Straße (ab Bertradastraße in Richtung Bahnhofstraße) und die Kirchstraße (ab Höhe Spieles in Richtung alte Schule). Die Tonnagebeschränkung (2,8 Tonnen) in der Markus-Konder-Straße wird auf drei Tonnen erhöht. Der Linienverkehr hat freie Durchfahrt. In die Ein- und Ausfahrtsbereichen der Feldstraße kommen Verkehrsinseln; Die Tonnagebeschränkung liegt bei drei Tonnen. Der Linienverkehr hat freie Fahrt. In der Hofgartenstraße (ab "Haus Pauli" bis Eingang Friedhof) ist rechts absolutes Halteverbot. Ab Höhe Sommergasse bis Einfahrt Zellenpfützstraße gilt diese Regelung auf der linken Seite. Absolutes Halteverbot wird linksseitig auch in der Corneliuspforte (von Zellenpfützstraße bis Uhlengartenstraße) eingerichtet.

Regelung tritt am 1. Mai in Kraft

Die Regelung gilt ab dem 1. Mai. Vier Mitglieder der CDU und die FWG stimmten gegen die Regelung. Ernst Heider (FWG) sprach von "rechtlichen Bedenken". Die Regelungen seien auch nicht dazu geeignet, Probleme zu lösen. Stattdessen würden andere Straßen belastet. Hans Dieter Natus (SPD) hob den Probe-Charakter hervor. "Wenn sich etwas als falsch erweist, können wir es ändern."

Zustimmung kam von der Mehrheit der CDU. Josef Bohr: "Wir werden immer unglaubwürdiger, wenn wir nichts unternehmen."