Drückende Pflichten

MORSCHEID. (f.k.) Einstimmig hat der Morscheider Rat den Haushalt 2004 beschlossen, der vor allem von Kosten für Pflichtausgaben geprägt wird. Außerdem hält auch die Verbandsgemeinde Ruwer verstärkt ihre (Umlage-)Hand auf.

Der Plan sieht im Verwaltungshaushalt Einnahmen von rund 568 000 Euro vor, denen Ausgaben von rund 728 000 Euro gegenüberstehen. Dies ergibt unter dem Strich einen Fehlbedarf in Höhe von rund 160 000 Euro. Nach Angaben von Ortsbürgermeister Josef Weber ist dieser Verwaltungshaushalt fast ausschließlich durch Pflichausgaben geprägt. Es handele sich also um Kosten, auf deren Höhe die Gemeinde kaum einen Einfluss habe. Diesen Ausgaben steht ein Minus an Schlüsselzuweisungen gegenüber, die wegen einer ungünstiger gewordenen Berechnungsgrundlage in 2004 um rund 17 000 Euro geringer ausfällt. Allerdings kann Morscheid dies in diesem Jahr durch einen höheren Gemeindeanteil an Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer nochmals ausgleichen. Die vom Verbandsgemeinderat beschlossene Anhebung der Umlage auf 42,5 Prozent bedeutet für Morscheid eine Mehrbelastung von rund 6700 Euro im Verhältnis zum Vorjahr. Der Vermögenshaushalt schließt ausgeglichen in Einnahme und Ausgabe mit 403 000 Euro. Darin enthalten sind Planungskosten für die Erneuerung der Kindergarten-/Bürgerhausheizung und der geplante Ausbau des Verbindungsweges Morscheid-Bonerath. Für den späteren Endausbau des Baugebietes "Kiertel" kann eine Rücklage von rund 123 000 Euro ausgewiesen werden. Die Summe ergibt sich aus der nun zur Auszahlung kommenden Investitionsstock-Zuweisung für den Friedhof und aus dem Verkauf zweier Baugrundstücke. Die Verschuldung der Ortsgemeinde wird sich zum Jahresende 2004 auf rund 314 000 Euro belaufen.