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Gedenken an erschlagenen Förster

Gedenken an erschlagenen Förster

Das Marjeter Kreuz bei Hentern ist eines der bekanntesten Wegekreuze in der Verbandsgemeinde Kell. 1893 zum ersten Mal und 1984 ein weiteres Mal erneuert, bedurfte das verfallene Kreuz nun erneut einer Restaurierung.

Hentern. Ihnen liegt die Kultur ihrer Heimat sehr am Herzen: Förster Michael Marx aus Hentern und Gerhard Schemer aus Schillingen haben mit weiteren Helfern das Marjeter Kreuz im Henterer Wald, dem sogenannten Marjeter Forst erneuert.Tat von 1893



"Das Kreuz hat besonders für uns Schillinger eine große Bedeutung", sagte Gerhard Schemer, "denn es war der vierzigjährige Förster Johann Becker aus Schillingen, der an der Stelle, wo das Kreuz errichtet wurde, im Jahr 1893 von einem Holzfrevler oder einem Wilddieb erschlagen wurde".
Doch Schemer hat noch einen engeren Bezug zu dieser Historie. "Bei dem damaligen Opfer handelt es sich um den Ur-Ur-Ur-Großvater meiner Ehefrau Hildegard. Allerdings habe ich das erst durch das erst im Zuge dieser Aktion von Heribert Scholer erfasste Schillinger Familienbuch erfahren." Schemer hatte für sein Vorhaben, das Kreuz zu erneuern, Förster Michael Marx sofort im Boot, der das Holz freigab und alle originalen Applikationen wie das Jesuskreuz, die Jahreszahlen und weitere Verzierungen von Grund auf restaurierte. Emil Jost fällte den Baum und ließ ihn im Sägewerk zuschneiden.Extrem hartes Eichenholz



Andreas Adams und Vincenz Schuh bearbeiteten das hundert Jahre alte, extrem harte Eichenholz, Winfried Lauer und Raimund Werner unterstützen sie bei allen anfallenden Arbeiten. "Die zahlreichen Wanderer und Radfahrer, die hier an dem Kreuz vorbeikommen, werden sich über die Erneuerung sehr freuen", sagte Marx, der immer wieder mit neuen Ideen betreffend Kultur im Wald aufwartet und bereits zahlreiche Projekte in die Wege geleitet hat.
"Es ist eines der bekanntesten Wegekreuze und regt immer wieder zu Diskussionen und Erinnerungen an." Und für den, der die Geschichte des Kreuzes nicht kennt, befindet sich am unteren Teil des Kreuzes ein Messingschild mit den erforderlichen Daten und der Entstehungsgeschichte.