Geschichten aus einem "literarischen Ort"

Geschichten aus einem "literarischen Ort"

Kall ist ein Eifelort von eher literarischer Bedeutung. Dort lebt der Schriftsteller Norbert Scheuer mit seiner Familie. Und dort schrieb er seinen Roman "Überm Rauschen", aus dem er jetzt, in Kooperation mit der Buchhandlung Kolibri, einige Kapitel in der Stadtbibliothek Konz vorstellte.

Konz. (kdj) Es ist ein Stück Eifel-Literatur, mit dem Scheuer ein Dorf vorstellt: einen Bach, einen Fluss, ein Wehr, eine Dorfgaststätte, deren teils kauzige Gäste, den Vater, den Bruder, der seinen Verstand verliert, und dessen laut Klappentext "holländische Gelegenheitsgeliebte". Sie alle haben nicht so und vor allem nicht an dem genannten Ort existiert. Norbert Scheuer lässt in seinem ganz eigenen, wie er ihn nennt, "literarischen Ort in der Eifel" viele ineinander verzahnte Geschichten geschehen.

Der Schriftsteller beantwortet nach der Lesung, in der er auch zwei Kapitel seines Buchs "Der Steinesammler" präsentierte, bereitwillig Fragen aus dem Publikum: Ja, er habe tatsächliche Erfahrungen und Vorstellungen in Episoden niedergeschrieben und auf den einen Ort konzentriert - in einer Sprache, von der Literaturkritiker sagen, sie sei genau, humorvoll und poetisch.

Scheuer, 1951 geboren, studierte in Düsseldorf physikalische Technik und gelangte über das Studium der Philosophie zum Schreiben, das ihm beachtliche Erfolge bescherte, die sich in zahlreichen Ehrungen und Literaturpreisen dokumentieren. Scheur arbeitet noch immer in seinem ursprünglichen Beruf: Er ist Systemprogrammierer bei der Deutschen Telekom.

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