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Hinzert-Pölert will Titel nicht verteidigen

Hinzert-Pölert will Titel nicht verteidigen

HINZERT-PÖLERT. Die Doppelgemeinde geht mit einer sehr vorsichtigen Investitionsplanung ins neue Haushaltsjahr. Die Planung neuer Baugebiete in beiden Ortsteilen steht im Mittelpunkt. Den Titel im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" will Hinzert-Pölert in diesem Jahr nicht verteidigen.

Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft" wird die Ortsgemeinde Hinzert-Pölert in diesem Jahr ihren Titel nicht verteidigen. Mathilde Müller: "Wir lassen dieses Jahr mal aus." Wie in der Diskussion zu hören war, will man die Anregungen der Bewertungskommission aus dem Vorjahr aufgreifen und einige Aktivitäten zur Dorfverschönerung in den beiden Ortsteilen starten. Die Ortsbürgermeisterin weiter: "Wir machen zunächst unsere Hausaufgaben, und dann sehen wir im nächsten oder übernächsten Jahr weiter." Zu Beginn der Sitzung dankte Mathilde Müller im Namen der Gemeinde Hinzert-Pölert Revierleiter Johannes Scholand für seine Arbeit. Scholand wird im Mai nach über 36 Jahren als Leiter des Forstreviers Königsfeld, zu dem der Hinzert-Pölerter Gemeindewald gehört, in den Ruhestand treten. Sein letzter Betriebsplan, den er vor einem Gemeinderat erläuterte, hat ein positives Ergebnis. Für 2003 wird ein Reinerlös von 5000 Euro erwartet. Insgesamt werden 890 Festmeter neu eingeschlagen. Der Rat nahm den Fällungs- und Kulturplan einstimmig an - auch ein Zeichen der Anerkennung für die Leistungen des scheidenden Revierleiters. Johannes Scholand dazu sichtlich bewegt: "Ich habe halt meine Arbeit gemacht." 2900 Euro fehlen im Verwaltungshaushalt zum Ausgleich. "Bei einem sparsamen Haushaltsvollzug kann dieses Defizit allerdings vermieden werden", erläuterte Bürgermeisterin Mathilde Müller den Ratsmitgliedern. Hinzert-Pölert gehört zu den Hochwald-Gemeinden, die über Windräder verfügen. Die vier Anlagen brachten zwischen September und Dezember 2002 genau 10 000 Euro in die Gemeindekasse. Ab sofort rechnet man mit 40 000 Euro pro Jahr. Der Vermögenshaushalt 2003 erreicht ein Volumen von 69 000 Euro. Der Gesamtbetrag für neue Kredite wird auf 15 900 Euro festgesetzt. Wenn diese Summe in Anspruch genommen wird, steigt die Verschuldung der Ortsgemeinde auf 220 000 Euro an. Zur Deckung der Ausgaben im Vermögenshaushalt wurde die allgemeine Rücklage von 39 000 Euro vollständig aufgelöst.612 Euro für einen Kampfhund

Die Hebesätze der gemeindlichen Steuern und die Beträge für die Hundesteuer bleiben auf dem Niveau der Vorjahre. So stehen die Hebesätze für die Grundsteuern A und B jeweils bei 320 Prozent. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer liegt unverändert bei 330 Prozent. Die Hundesteuer beginnt mit einem Betrag von 30 Euro für den ersten Hund, geht mit einem Betrag von 60 Euro für den zweiten Hund weiter und steigt auf 78 Euro für jeden weiteren Hund. Die Beträge für Kampfhunde beginnen bei 612 Euro für einen und steigen auf 780 Euro für jeden weiteren. "Auf der Ausgabenseite fallen besonders die Umlagen an die Kommunalverbände in Gewicht", hob Ortsbürgermeisterin Mathilde Müller in ihren Erläuterungen zum Etat hervor. An die Verbandsgemeindekasse sind bei einem Umlagesatz von 41 Prozent 47 000 Euro zu zahlen, an den Landkreis 41 000 Euro bei einem Umlagesatz von 35,5 Prozent. Insgesamt 15 500 Euro sind im Verwaltungshaushalt für Planungen neuer Baugebiete in den beiden Ortsteilen eingestellt, weitere 14 000 Euro für die damit zusammenhängenden Umlegungsmaßnahmen. Der Vermögenshaushalt 2003 enthält überwiegend weitere Ansätze zur Neubaugebietsplanung.