Nächtliche Atmosphäre inspriert Tawerner Erfolgsautor zu seinen Büchern

Nächtliche Atmosphäre inspriert Tawerner Erfolgsautor zu seinen Büchern

Ins neue Tawerner Bürgerhaus hat Krimi-Autor Arno Strobel zur Premierenlesung seines neuen Psychothrillers "Der Sarg" geladen. Über 150 Freunde und Fans erlebten einen entspannten Autor.

Tawern. Am Donnerstag kommt das neue Buch des bundesweit erfolgreichen Schriftstellers Arno Strobel aus Tawern in den Handel. Die rund 150 Besucher der Premierenlesung werden dann vielleicht einige schlaflose Nächte hinter sich haben. Denn nach der Vorstellung des Psychothrillers "Der Sarg" nutzten sie die Gelegenheit, sich ein Vorabexemplar signieren zu lassen. Sympathisch, authentisch und frei von Allüren sitzt Strobel entspannt und locker auf seinem Hocker. Die Passagen, die er präsentiert, beweisen das Gänsehaut-Potenzial des Buches. Nach "Der Trakt", "Das Wesen" und "Das Skript" geht es diesmal um einen durchgeknallten Serienkiller, der Frauen lebendig begräbt. Kommissar Menkhoff ermittelt in Köln und hat zusätzlich mit privaten und dienstlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Bei der Fragerunde im Tawerner Bürgerhaus verrät Autor Strobel, der 1962 in Saarlouis geboren wurde und seit fast zehn Jahren in Tawern wohnt, dass sein nächster Thriller in Trier spielen wird. Für seine ersten Bücher habe er bewusst andere Städte gewählt, um nicht den Stempel "noch ein Regionalkrimi" aufgedrückt zu bekommen. Dass einige seiner Fans aus Köln oder dem Sauerland nach Tawern gekommen waren, zeigt, dass die Strategie richtig war.
Rund fünf Monate arbeitet Strobel an einem Thriller, vorzugsweise spätabends: "Da stimmt die Atmosphäre, Stille im Haus, die Geräusche der Nacht vor dem Fenster, das inspiriert mich", sagt er. Um sich in seine Figuren hineinzufühlen, versetze er sich ganz in deren Lage: "Als ich über meine ganz persönliche Ur-Angst, lebendig begraben zu sein, schreiben wollte, habe ich mich im komplett dunklen Zimmer auf den Boden gelegt und mir vorgestellt, wie das wäre... Nach fünf Minuten bin ich mit Schweiß auf der Stirn wieder aufgesprungen!"
Zudem erlaube er sich, gedanklich über eine Grenze zu gehen, die Moral und Anstand dem Bewusstsein setzen. So kämen ihm seine teils abseitigen Ideen.

DT

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