Wellener planen Neubaugebiet

Der 740-Einwohner-Ort Wellen soll ein neues Baugebiet erhalten. 50 000 Euro wurden dafür in das Investitionsprogramm eingestellt. Zudem will der Rat auf Antrag der CDU die Zusammenfassung der bestehenden Konzepte zur Dorfentwicklung angehen.

Wellen. Für Wellens Ortsbürgermeister Hans Dostert ist klar: "Der Bedarf für ein Neubaugebiet ist da." Es gebe immer mal wieder Bauanfragen, gesammelt habe er sie nicht. Zahlen kann er deshalb keine nennen.
Fakt ist: Die Gemeinde hat in dem Ort, in dem laut Statistischen Landesamt Ende 2013 rund 740 Bürger gelebt habe, nur noch einen Bauplatz zu vergeben. Die übrigen Baulücken im Ort seien privat, sagt Ortschef Dostert. Wie viele Bauplätze in dem geplanten Baugebiet Hässeln III entstehen sollen, steht noch in den Sternen. Aktuell hat der Rat lediglich den Willen bekundet, eine Planung anzugehen. Denn er hat das Investitionsprogramm 2014 bis 2018 einstimmig beschlossen, in dem zum kommenden Jahr 50 000 Euro dafür eingestellt sind.
Weitere große Projekte, die für 2015 vorgesehen sind, sind der Ausbau der Waldstraße und die Planung für den Ausbau der Klautermühle. Für beides stehen jeweils 20 000 Euro im Programm.
Für 15 000 Euro soll künftig die Planung der Dorferneuerung weiterentwickelt und die bestehenden Konzepte zusammengeführt werden. Darauf hat sich der Ortsgemeinderat laut Dostert nach einem Antrag der CDU geeinigt. Die Christdemokraten hatten beantragt, ein Gesamtentwicklungskonzept für die kommenden Jahre zu erarbeiten.
Ihrer Meinung nach müssen die bereits vorliegenden Konzepte überarbeitet, angepasst und zusammengeführt werden.1991 hatte das Büro Stolz und Partner ein Dorfentwicklungskonzept erstellt. Das Planungsbüro Vollmuth hatte zwischen 2002 und 2004 eine Moderation zur Dorferneuerung geleitet. Dabei wurden viele Themen aufgegriffen und eine Reihe von Vorschlägen gemacht.
Moselstraße vorrangig


Vorrangig für die CDU ist unter anderem die Neugestaltung der Moselstraße, bei der gegebenenfalls Grundstücke erworben werden sollen zur Entlastung des Verkehrsraums auch im Hinblick auf die Anfahrt der Busse zur neuen Bushaltestelle am Kindergarten. Im Investitionsprogramm steht der verkehrsberuhigte Ausbau der Straße mit 580 000 Euro für die Jahre 2016 und 2017 bereits drin.
Weitere Arbeitsschwerpunkte sind für die Christdemokraten das Moselufer im Bereich der Schiffsanlegestelle der Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke, deren Werksanlagen und die Gemeindeanlagen wie die Kelterhalle und Parkplätze sowie der Übergang B 419. Auch der Bereich Moselbrücke und die Eisenbahnbrücke an der Feuerwehr liegen der CDU besonders am Herzen.
Die Fraktion spricht sich dafür aus, für möglichst viele der Projekte die Finanzierung mit EU-Fördermittel anzustreben.