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Weinfest
Weinfest mit Charme am Wiltinger Saarufer

Das Organisationsteam grübelt vor Ort am Saarufer, wie die Palettenmöbel und die Zelte später aufgestellt werden sollen: Julia Zeimet, Johannes Weber und Vanessa Mischke (sitzend von links) sowie Anna Zeimet, Michael Karges, Stefan Müller und Johanna Lapinski (stehend von links). 
Das Organisationsteam grübelt vor Ort am Saarufer, wie die Palettenmöbel und die Zelte später aufgestellt werden sollen: Julia Zeimet, Johannes Weber und Vanessa Mischke (sitzend von links) sowie Anna Zeimet, Michael Karges, Stefan Müller und Johanna Lapinski (stehend von links).  FOTO: Matthias Willems
Wiltingen/Saarburg . Vanessa Mischke und Johanna Lapinski haben einen persönlichen Traum verwirklicht. 2017 haben sie unter dem Titel „Klang und Glanz“ die Tradition der Weinfeste am Wiltinger Saarufer wiederbelebt. Die neue Auflage soll noch besser werden.
Christian Kremer

Ich kümmere mich beim Trierischen Volksfreund seit 2010 um die Konzer Ausgabe. Vorher habe ich ein Volontariat in der Redaktion absolviert und in Trier Germanistik, Politik- und Medienwissenschaft studiert. Mir ist es besonders wichtig, im Dialog mit den Lesern zu sein. Wer Anregungen hat kann sich jederzeit an mich wenden.

Dass an der Saar guter Wein gemacht wird, wissen spätestens seit den Auszeichnungen für mehrere Winzer in den vergangenen Jahren viele. Vor allem Wiltingen taucht immer wieder auf, wenn es um ausgezeichneten Wein geht. Da sind die großen und berühmten Güter wie Egon Müller-Scharzhof oder van Volxem. Es gibt aber auch die kleinen – zum Beispiel die Weber Brüder, die jüngst als Entdeckung des Jahres in der Fachpresse auftauchten. Trotzdem hatte Wiltingen seit den 1980er Jahren kein eigenes Weinfest. Erst 2017 änderte sich das: Vanessa Mischke, die Lebensgefährtin von Michael Weber (Weber Brüder), und Johanna Lapinski, Lebensgefährtin von Stefan Müller (Weingut Müller, Krettnach), trauten sich und entwarfen das Konzept für ein Weinfest. Es sollte aber kein traditionelles Fest werden, sondern etwas Besonderes. Das Gelände präsentierte sich 2017 entsprechend chic, und zwar im Retro-Style. Die rund 1000 Besucher waren glücklich. Und Klang und Glanz wurde zur lohnenswerten Plattform für Jungwinzer.

Nach der erfolgreichen Premiere steht am Samstag und Sonntag, 4. und 5. August, die zweite Auflage an. Neben Mischke und Lapinski helfen die teilnehmenden Jungwinzer (vier von ihnen kommen aus der VG Saarburg, siehe Info) und Julia Zeimet, Anna Zeimet, Michael Karges und Johannes Weber von der Winzerkapelle mit. Im Vergleich zur Premiere hat das Team sein Konzept überarbeitet – unter anderem, weil die Besucherzahl 2017 alle Erwartungen gesprengt hat. Bei Essens- und Getränkeständen werde das Angebot deshalb größer, sagt Mischke. Statt einer Theke soll es diesmal vier Bars geben, „um dem Ansturm gerecht zu werden“. Und gemeinsam setzen die Organisatoren vor allem auf zwei Dinge: Regionalität und Retro-Holz-Design.

Das Lichtkonzept ist mit den Sternzelten abgestimmt. Die Retrolampen passen zu den Weinfässern und anderen Accessoires. Hinzu kommen Holz-Theken und Palettenmöbel. Die Saarwiese werde insgesamt liebevoll hergerichtet, verspricht Mischke. Und neben zwei Weinbars, an denen die Tropfen der Winzer ausgeschenkt werden, gibt es zwei weitere Theken. Dort werde kein Bier von Großbrauereien, sondern Kraftbräu aus Olewig angeboten, sagt Mischke. Dann zählt sie weiter auf: Stände mit Burgern von Sternekoch Wolfgang Becker aus Olewig, der Foodtruck Chicanos, der normalerweise in Trier mexikanisches Essen verkauft, und eine Wurstbude mit Wurst vom Hofgut Serrig sowie selbst gemachten Currysoßen sind dabei. Die passenden Brötchen zur Wurst hat die Wiltinger Bäckerei Baasch extra für das Jungwinzerfest entworfen, sagt Mischke. Wer etwas Süßes zum Nachtisch möchte, der findet auf dem Festgelände Eis vom Saargauhof in Saarburg und einen Naschstand im Tante-Emma-Stil.

Ebenfalls aus der Region kommen die Marktleute, die am zweiten Tag, am Sonntag, 5. August, ihre Stände auf dem Gelände aufbauen. Der Markt ist eine weitere Neuerung im Festkonzept. Angeboten werden dort laut Mischke selbst gemachte Hüte, Schnaps, Kunst, Schmuck, Babykleidung und Retro-Schreibmaschinen.

Programmatisch wollen die Wiltinger nicht nur mit Wein, sondern auch mit außergewöhnlicher Covermusik, einem Elektro-DJ sowie Blasmusik und einem Markt punkten. Eintritt kostet dabei nur ein Programmpunkt: die Teilnahme an der Weinprobe der zehn Jungwinzer von der Saar (17 Uhr, siehe Info). „Jemand, der nicht daran teilnehmen möchte, kann das Flair am Saarufer genießen, ohne etwas zu bezahlen“, sagt Mischke. Neben Flair gibt es auch das musikalische Angebot: Am Samstag spielt die zehnköpfige Band Beat Tailors (20 bis 23 Uhr) und DJ Seppobeats legt Elektro auf (23 Uhr). Sonntags treten fünf Orchester aus Wiltingen, Konz-Oberemmel, Nittel, Irsch an der Saar und Wittlich-Wengerohr auf.