Die Sängerin, die Hummel und das böse Einhorn

Die Sängerin, die Hummel und das böse Einhorn

Ob im Buchladen, im Kino oder im Konzertsaal: Überall gibt es Neues von Multitalent Maite Kelly. Nächste Woche tritt die Musikerin auch in Trier auf.

Trier Sie singt, sie tanzt, sie schreibt Texte, komponiert und schauspielert - gibt es eigentlich etwas, was diese Frau nicht kann? Maite Kelly hat viele Talente und ist derzeit gleich in mehreren Disziplinen unterwegs. In dieser Woche ist ihr neues Kinderbuch aus der Reihe um die kleine Hummel Bommel erschienen. Erfunden hat die Mutter dreier Töchter die Figur gemeinsam mit Co-Autorin Britta Sabbag, gezeichnet wurde das putzige Tierchen von Joëlle Tourlonias. Bommel, die Hummel mit den kleinen Flügelchen, lernte in ihrem ersten Abenteuer, dass sie zum Fliegen keine größeren Flügel braucht, sondern nur etwas Mut. Diesmal macht sie sich auf die Suche nach der Liebe.
Griff in den Plattenschrank: Ein Boot am Ufer eines Sees, darauf Vater, Mutter, neun Kinder mit ihren Musikinstrumenten. So sieht das Cover von "Lieder der Welt" aus, einer der ersten Schallplatten der Kelly Family. Wer auf dem Bild fehlt, ist Maite, denn die war da noch gar nicht geboren, sondern erblickte das Licht der Welt erst einige Monate später im Dezember 1979. Für die Kellys war das Album ein erster Erfolg, der ihnen mehrere Fernsehauftritte bescherte, doch zogen sie in den folgenden Jahren weiter als Straßenmusiker umher.
Wer in eine solche Familie hineingeboren wird, hat praktisch keine andere Chance, als Musik zu machen. Maite Kelly begann früh, selbst Songs zu schreiben. "Roses of Red", von ihr mit 13 Jahren verfasst und interpretiert, hatte seinen Anteil daran, dass die Familie in den 1990er Jahren ihren großen Durchbruch erlebte und sich mit drei Alben in Folge an der Spitze der deutschen Charts platzierte. Mutter Barbara-Ann erlebte das alles nicht mehr, sie war 1982 im Alter von nur 36 Jahren an Brustkrebs gestorben. Maite Kelly begann später, sich für die Deutsche Krebshilfe zu engagieren, das war 2011, dem Jahr, in dem sie sowohl ihr erstes Soloalbum veröffentlichte als auch Siegerin der Fernsehshow "Let's Dance" wurde.
Wie die kleine Hummel Bommel musste auch Maite Kelly lernen, flügge zu werden. Den Begriff "Solo-Künstlerin" lehnt sie aber ab, denn hinter allem, was sie tut, stehe immer ein ganzes Team, das sie unterstützt - ob im Tonstudio, auf oder hinter der Bühne. Doch bei aller Bescheidenheit: Natürlich steht sie selbst im Mittelpunkt, wenn sie am Samstag, 30. September, nach Trier kommt und ein Konzert in der Europahalle gibt. Ihre aktuelle CD "Sieben Leben für dich" enthält mit "Die Liebe ist größer als das Leben" ein sehr persönliches, ihrem 2002 verstorbenen Vater gewidmetes Lied. Live singt Maite Kelly, wie sie vorab verrät, aber nicht nur eigene Songs, sondern auch Titel aus der Disco-Ära ihrer Jugend.
Ganz andere Töne von Maite Kelly gibt es ab 5. Oktober zu hören, wenn der Animationsfilm "My Little Pony" zur gleichnamigen Fernsehserie in die Kinos kommt - als Preview im Cinemaxx Trier bereits am Sonntag,1. Oktober, um 15 Uhr. Das von Pferden und Einhörnern bevölkerte Land Equestria wird darin vom bösen Sturmkönig bedroht. An dessen Seite: Tempest Shadow, ein schwarzes Einhorn, das sein Horn und damit seine Magie verloren hat. Und ausgerechnet dieser finsteren Gestalt leiht die Frohnatur Maite Kelly ihre Stimme. Sie sieht es als besondere Ehre an, auch einmal "die Böse" sprechen zu dürfen, zumal im Original Golden-Globe-Preisträgerin Emily Blunt die Rolle übernimmt. Angesichts ihrer Vielseitigkeit ist Maite Kelly eben immer für eine Überraschung gut.
Karten gibt es im TV-Service-Center Trier, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/tickets" text="www.volksfreund.de/tickets" class="more"%>