1. Sport
  2. Basketball
  3. Gladiators Trier

Fragen & Antworten zu Tickets und Corona bei den Römerstrom Gladiators

Fragen & Antworten : Teurere Tickets, kein Alkohol, Masken: Was Gladiators-Fans jetzt wissen müssen

Basketball: Die Römerstrom Gladiators dürfen vor 1200 Zuschauern spielen. Volksfreund.de erklärt, was Fans wissen müssen, wie sie an Tickets kommen und wieso sich die Kartenpreise erhöhen.

Andre Ewertz blickt auf ein Bild, das im Besprechungsraum in der Geschäftsstelle der Römerstrom Gladiators Trier hängt: Ein Zweikampf unter dem Korb, dahinter volle Tribünen. „Traurig, dass wir das länger nicht erleben werden“, sagt der Gladiators-Geschäftsführer bezogen auf die vollen Ränge. Aber immerhin: Ab Freitag, 16. Oktober (gegen MLP Academics Heidelberg), gehen die Gladiators in der Arena wieder auf Korbjagd – vor 1200 Zuschauern.

Basketball in Corona-Zeiten. Wie wird das aussehen? Wie komme ich an Tickets? Und wieso werden diese ein ordentliches Stück teurer? Was Basketballfans jetzt wissen müssen.

Wer bekommt Tickets? Der Zuschauerschnitt der vergangenen Saison in der Arena Trier lag bei 2593 Personen. Da nun also „nur“ knapp die Hälfte dieser Zuschauer in die Arena dürfen, könnte es sein, dass einige Fans in die Röhre schauen. Zumal nicht alle 1200 Tickets in den komplett freien Verkauf gehen. Wie der Verein im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilt, müssen davon schon etwa 330 Sponsorenkarten abgezogen werden. 40 weitere Tickets sind für Besitzer des Sozialtickets für Kulturveranstaltungen der Stadt Trier geblockt. Der Vorverkauf für die restlichen Tickets gegen Heidelberg startet am Donnerstag, um 14 Uhr (auf www.römerstrom-gladiators.de oder in der Geschäftsstelle an der Arena Trier). Da es vorerst nur Tagestickets gibt, erhalten alle Fans, die ihr bestehendes Dauerkarten-Abo der vergangenen Saison nicht gekündigt haben, sowie Unterstützer der Rettungsaktion #standasone30 ein zeitlich begrenztes Vorkaufsrecht von drei Tagen je Spiel. Sollten darüber hinaus Tickets übrig sein, gehen diese am Sonntag in den freien Verkauf.

Werden die Tickets teurer? Zunächst ja – und das nicht nur ein wenig. Tickets der Kategorie 1 kosten statt 26,50 nun 49,50 Euro. In der Kategorie 2 werden statt 20,50 nun 38 Euro fällig, in der günstigsten Kategorie steigen die Preise von 12 auf 23 Euro. Außerdem wird es keine ermäßigten Tickets für Schüler, Studenten, Azubis oder Rentner geben. „Die Preiserhöhung ist alternativlos“, sagt Geschäftsführer Achim Schmitz, „wir machen das nicht gerne, sind aber wirtschaftlich dazu gezwungen. Mit den Spenden, die wir als Verein am Ende der vergangenen Saison dank der Hilfe unserer zahlreichen Unterstützer gesammelt haben, konnten die Verluste aufgrund der abgebrochenen Saison minimiert werden. Da die Corona-Hilfsprogramme nicht alle finanziellen Ausfälle der neuen Saison infolge der Pandemie kompensieren werden, ist eine Preisanpassung leider unumgänglich.“ Außerdem hätte man bei vollen Kosten des Spielbetriebs weniger als die Hälfte der Sitzplätze zur Verfügung. Daher sei auch mit den neuen Ticketpreisen keine volle Kostendeckung erreicht: „Dazu tragen auch Sponsorenrückgänge, die höher als erwartet sind, sowie Mehrkosten zur Durchführung des aufwendigen Hygienekonzepts bei“, so Schmitz. Da sich die Zuschauerbeschränkungen im Laufe der Saison ändern können, werde man die Ticketpreise der jeweiligen Situation anpassen. „Deswegen gibt es auch keine Dauerkarten, weil der Preis je nach erlaubten Zuschauern angepasst wird.“

Herrscht beim Spiel Maskenpflicht? Ja. Ab der Ankunft an der Arena müssen die Zuschauer dauerhaft einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch während des Spiels darf dieser am Sitzplatz nicht abgelegt werden.

Werden Speisen und Getränke verkauft? „Es wird ein Speisen- und Getränkeangebot geben“, sagt Achim Schmitz auf TV-Nachfrage. Einzig der Konsum von Alkohol ist verboten. Die Maske darf während des Essens oder Trinkens natürlich abgesetzt werden.

Auf welche besonderen Corona-Maßnahmen muss sich der Fan einstellen? Das  gesamte Hygienekonzept hier zu erläutern, würde den Rahmen sprengen. Die wichtigsten Maßnahmen im Schnelldurchlauf: Die Arena wird bereits zwei Stunden vor Spielbeginn geöffnet. Am Spieltag können keine Tageskarten erworben werden. An der Arena wird es vier Eingänge geben, diese befinden sich ober- und unterhalb des Haupteingangs. Beim Einlass werden stichprobenartige Fiebermessungen durchgeführt. Die Tickets werden kontaktlos gescannt. An den Eingängen und an vielen Stellen in der Arena werden Desinfektionsspender zur Verfügung stehen – so auch an den Toilettenanlagen, die alle geöffnet sein werden. Es wird keine Garderobe geben. Die Kontaktdaten werden beim Ticketkauf erfasst und können bis 30 Minuten nach Anpfiff geändert werden, sollte ein Ticketkäufer beispielsweise verhindert sein. Gewinnspiele, Einlauf und Halbzeitshow werden nicht oder nur sehr eingeschränkt oder gar nicht durchgeführt werden. Jede zweite Sitzreihe wird nicht besetzt sein. Höchstens fünf Personen dürfen nebeneinander sitzen, daneben werden zwei Plätze zur nächsten Gruppe freigelassen. Es wird keine Spielecke für Kinder geben, das Mitbringen eigener Spielzeuge oder Basketbälle für die Kids ist verboten. Beim Verlassen der Arena werden alle Türen geöffnet, so dass die Abstände eingehalten werden können.

Wie dürfen  Fans das Team anfeuern? Die gute Nachricht: So wie sonst auch! „Dadurch, dass am Platz die Maske getragen werden muss, darf gesungen, geschrien, geklatscht und gejubelt werden“, sagt Andre Ewertz. Das sei ein Grund für die Einführung der Maskenpflicht am Platz gewesen.

Wird das Konzept getestet? Am Samstag, 10. Oktober, testen die Gladiators um 17 Uhr gegen den belgischen Erstligisten Okapi Aalst. Ein Test, nicht nur für das Team: „Wir wollen soweit es geht ein Ligaspiel simulieren um das Konzept zu testen“, sagt Andre Ewertz. Tickets können schon jetzt auf www.römerstrom-gladiators.de oder in der Geschäftsstelle gekauft werden, Einlass ist um 15.30 Uhr.