Eine Stadt, zwei Blickwinkel: Tufa-Schau zeigt Fotos aus Metz

Eine Stadt, zwei Blickwinkel: Tufa-Schau zeigt Fotos aus Metz

Triers Partnerstadt Metz steht im Fokus einer gemeinsamen Ausstellung der Fotografischen Gesellschaft Trier und des Photo-Forums Metz in der Tufa Trier. Über 100 Exponate zeigen nicht nur unterschiedliche Blickwinkel auf die Stadt, sondern auch einen Querschnitt durch zeitgenössische Fotografie.

Trier. Mit Metz verbindet Trier die älteste seiner insgesamt neun Städtepartnerschaften. 1957 wurde die Freundschaft besiegelt und jetzt aufs Neue belebt. Auf Initiative der Gloucester-Metz-Gesellschaft hat die Fotografische Gesellschaft Trier vor gut einem Jahr Kontakt mit dem Photo Forum Metz aufgenommen und die Franzosen für ein gemeinsames, von Stadt und Tufa Trier unterstütztes Projekt gewonnen. Je 15 französische und deutsche Fotografen stellten sich der Aufgabe, ihre ureigene Sicht auf Metz mit der Kamera einzufangen.
Daraus sind, wie der Vorsitzende der Fotografischen Gesellschaft in Trier, Richard Krings, berichtet, ein reger deutsch-französischer Austausch, aber auch eine intensive Auseinandersetzung mit der Metz-Historie entstanden. Das Bewusstsein über Gemeinsamkeiten mit Trier sei geschärft worden. Die Ergebnisse sind jetzt in Form von über 100 aussagekräftigen Fotografien in der Tufa zu sehen.
Nicht zuletzt durch die von Monika Dräger und Erwin Klasen konzipierte Anordnung der Arbeiten fallen unterschiedliche Schwerpunkte ins Auge. Die Motive der Besucher aus Trier spiegeln eher neugieriges Entdecken einer fremden Stadt und zufällig vorgefundene Konstellationen wider. Sehr oft nehmen sie architektonische Besonderheiten auf, seien es historische Fassaden von Kirchen und Häusern oder moderne Baukunst wie das Centre Pompidou.

Schonungsloser Blick


Die einheimischen Fotografen hingegen bannen ihnen Vertrautes, für Fremde nicht gleich Zugängliches aufs Bild, wofür es teils der Planung bedurfte. Sa brina Karp beispielsweise präsentiert eine Serie, die nur Hände und Werkzeuge von Metzer Handwerkern zeigt. Dominique Ferveur bildet schonungslos die Tristesse der Metzer Stadtgrenzbereiche ab. Alle Fotografen nutzen unterschiedliche Techniken und Stilmittel, Schwarz-Weiß, Farbe, Weichzeichnung, gezielte Unschärfe oder grafische Strukturierung. Eine Ausstellung, die eine Vielfalt von Perspektiven nahe bringt und Interesse weckt, die Partnerstadt selbst zu erkunden. ae

Die Ausstellung "Regards sur Metz" ist noch bis 27. Januar zu sehen, Öffnungszeiten: dienstags, mittwochs, freitags 14 bis 17 Uhr, donnerstags 17 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr.

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