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Kommissare auf der Pirsch

Trier. Der Autorenwettbewerb des Trierischen Volksfreunds und des Emons Verlags geht in die finale Runde: Vier Krimis und ihre Autoren sind noch im Rennen. Welcher Roman den Wettbewerb gewinnt und gedruckt wird, entscheidet sich im September 2011. Von unserem Redakteur Miguel Castro

Täuschung und Intrige, Opfer und Täter - und mittendrin eine Jury, die für den Krimiwettbewerb von TV und Emons Verlag über 50 eingereichte Beiträge sichtete (mehr Infos hierzu auf volksfreund.de/krimi).

Ist die Handlung schlüssig? Sind Personal und Orte glaubwürdig? Ist die Sprache originell? Und, ganz wichtig: Spielt die Geschichte in der Region?

Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, sie wühlte sich durch jeweils 30 Seiten Probetext und wählte am Ende nach reiflicher Überlegung und Diskussion vier Werke aus. Die Autoren sind nun aufgefordert, ihren Thriller zum Abschluss zu bringen. Aus den vier Manuskripten wird die Jury im kommenden September den Sieger des Wettbewerbs bestimmen. Lohn der Mühe: Der beste Krimi wird als Buch veröffentlicht.

Der TV und der Emons Verlag bedanken sich bei allen Autoren für Ihre Beiträge - verbunden mit der Hoffnung, dass ihnen der Wettbewerb genauso viel Spaß gemacht hat wie der Jury. So äußerte beispielsweise Jury-Mitglied Carsten Sebastian Henn, bekannter Krimiautor, er habe viele Beiträge mit großem Potenzial gelesen.

Ein Autorenduo aus Konz überzeugte die Jury mit der Leseprobe von "Kommissar Frankreiter und die schöne Tote im alten Schlachthof". Die 41-jährige Sabine Schneider und der 1953 geborene Erich K.-A. Zaunkönig siedeln ihren Krimi rund um eine Kulturinstitution in Trier-West an. TV-Leserin und Jury-Mitglied Yvonne Karges zeigt sich vom Inhalt - "Kiez und Kunst" - und der sehr guten Beschreibung des Trierer Milieus überzeugt.

"Besuch der alten Freundin" heißt der Roman des 46-jährigen Carsten Neß aus Föhren. Dessen Hauptperson, ein Polizeikommissar, soll und will gegen alle Widerstände mörderische Intrigen aufdecken. Jury-Mitglied Inga Scholz vom Trierischen Volksfreund ist begeistert; die dargestellten Figuren seien stimmig beschrieben.

Eine Runde weiter ist auch die 39-jährige Ilse Wenner-Goergen aus Konz-Könen. Der Jury gefiel die Leseprobe zu ihrem Roman "Angekirrt", in dem Jäger und Wälder an der Saar eine zentrale Rolle spielen. Jury-Mitglied Stefanie Rahnfeld vom Emons Verlag lobt das Werk, "es ist spannend und sehr gut geschrieben".

Andrea Kockler aus Sommer au im Ruwertal hat ihren Roman "Tod im Tulpenfeld" eingereicht. Der Beitrag der 31-jährigen Autorin spielt an der Universität. Peter Reinhart vom Trierischen Volksfreund ist vom schwarzen Humor der Geschichte angetan: "Das Hauen und Stechen um Forschungsgelder und Lehraufträge ist hier wörtlich zu nehmen."