Alt und wertvoll

OSANN-MONZEL. (mai) Fernab der aktuellen Diskussion ums Waldsterben: Der Osann-Monzeler Wald steht finanziell gut da. In diesem Jahr wird laut Revierförster Alois Meyer ein Überschuss erwirtschaftet.

Revierförster Aloys Meyer informierte in der Gemeinderatssitzung über die Fortswirtschaftspläne. 2004 wird Osann-Monzel mit einem Plus von 300 bis 1000 Euro rechnen können, im kommenden Jahr kalkuliert der Förster mit einem Minus von 1365 Euro. Meyer: "Osann-Monzel hat einen großen Vorrat an alten, wertvollen Beständen, deshalb gibt es hier kein Defizit von 50 000 Euro wie anderswo." Auf die Beschwerde hin, dass auswärtige Holzabfuhrunternehmen beim Abtransport viel im Wald kaputt gemacht hätten, entgegnete Meyer, dass mit dem Unternehmen schon gesprochen worden sei, um dies abzustellen. Generell sei es für die Waldbesitzer jedoch schwierig, Einfluss zu nehmen, die Firmen bekämen überall Holz. Das Unternehmen sei aber dazu angehalten worden, andere als die fälschlicherweise benutzten Wege zu befahren. Dass die Wege kaputt gingen, liege auch am schlechten Unterbau. Meyer: "Neue Wege werden anders gebaut." Einstimmig beschloss der Rat, der Aufnahme von Platten in das Forstrevier Klausen, zu dem aktuell neben Klausen und Osann-Monzel auch Rivenich gehört, zuzustimmen. Hintergrund der Vergrößerung der Forstreviere ist die Zielvorgabe, dass die Reviere mindestens 1400 bis 1800 Hektar groß sein sollen. Mit Platten hätte das Fortsrevier Klausen eine Größe von 1150 Hektar. Die Gemeinde Osann-Monzel ist laut Meyer mit 635 Hektar einer der größten Waldbesitzer im Kreis.