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Auf dem Bahnhof tut sich was

 Ein moderner, mehrsprachig bedienbarer Fahrschein-Automat bietet auf dem Traben-Trarbacher Bahnhof Zugriff auf das gesamte Fahrkarten-Angebot. Aus dem Konjunkturprogramm des Bundes wird ferner ein Schriftanzeiger installiert, der die Reisenden künftig über Zugverspätungen informiert. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Ein moderner, mehrsprachig bedienbarer Fahrschein-Automat bietet auf dem Traben-Trarbacher Bahnhof Zugriff auf das gesamte Fahrkarten-Angebot. Aus dem Konjunkturprogramm des Bundes wird ferner ein Schriftanzeiger installiert, der die Reisenden künftig über Zugverspätungen informiert. TV-Foto: Gerda Knorrn-Belitz
Seit dem 12. August gibt es auf dem Traben-Trarbacher Bahnhof einen modernen, mehrsprachig bedienbaren Fahrschein-Automaten, an dem Reisende Zugriff auf das gesamte Fahrkarten-Angebot der Deutschen Bahn (DB) im Fern-, Nahverkehr und Verbund haben. Von unserer Mitarbeiterin Gerda Knorrn-Belitz

Traben-Trarbach. Gut Ding will Weile haben: Als die Deutsche Bahn mit Beginn des Winterfahrplans 2008 die bis dahin von TransRegio betriebene Strecke zwischen Traben-Trarbach und Bullay übernahm, wurde auch ein Fahrschein-Automat auf dem Bahnhofsgelände aufgestellt (der TV berichtete). An diesem Gerät konnten aber nur Karten für ausgewählte Orte und zur ausschließlichen Nutzung von Regionalzüge erworben werden. Fahrscheine für Intercity und ICE oder Auskünfte waren nicht erhältlich.

DB-Pressesprecher Torsten Sälinger teilte dem Trierischen Volksfreund auf Anfrage mit, dass jetzt auch ausgewählte Auslandsverbindungen sowie Sonder-, saisonale und Kombiangebote verfügbar seien. "Der neue DB-Automat bietet alle Optionen, Verbindungen, Preise, Tarifinformationen und Tarifbedingungen", sagt Sälinger. Bezahlt werden könne mit Münzen, Banknoten bis 50 Euro, Bahnkarte oder Kredit- und Girokarte. Über den abgeflachten Bildschirm, der auf Berührung reagiert, finde der Kunde schnell die gewünschte Fahrkarte oder eine Fahrplanauskunft. Der Automat kann auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch bedient werden, und seine ergonomische Gesamtgestaltung erleichtert auch Rollstuhlfahrern die Nutzung.

Als weitere positive Entwicklung für den Traben-Trarbacher Bahnhof nennt Sälinger die Installation eines "dynamischen Schriftanzeigers", der aus dem Konjunkturprogramm des Bundes finanziert wird. "Durch ihn werden die Reisenden im Bahnhof über Zugverspätungen informiert". Dies sei ein deutlicher Gewinn für die Fahrgäste. Der Monitor werde über das Mobiltelefonnetz mit SMS-Nachrichten aus dem Computersystem der Bahn versorgt, die das Gerät dann in orangefarbener Laufschrift anzeigt. Auch das Wartehäuschen werde "zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität" instand gesetzt, und die Glasscheiben werden erneuert. Diese Arbeiten seien für Ende 2009/Anfang 2010 vorgesehen.

Die seit 3. August um zwei Minuten frühere Abfahrt des Zuges Richtung Bullay von den Bahnhöfen Traben-Trarbach, Kövenig und Reil begründet der Bahnsprecher damit, dass sich so die Einfädelung auf die Hauptstrecke "betrieblich deutlich einfacher" gestalte.

Extra Besonderer Komfort Inhaber der Bahnkarte genießen am neuen Automaten einen besonderen Komfort: Wer sich beim BahnCard-Service registrieren lässt, kann die Angaben seiner letzten Fahrkartenkäufe abspeichern lassen. "Sollte der Kunde bei seiner nächsten Fahrt eine dieser abgespeicherten Verbindungen wieder nutzen, braucht er diese nur noch auszuwählen und erspart sich damit weitestgehend die Eingaben", teilt DB-Sprecher Sälinger mit. Darüber hinaus könne der registrierte Bahnkarten-Inhaber mit der Karte über Lastschriftverfahren am Automaten zahlen. Auch das Sammeln von Bonuspunkten sei bequem möglich. (GKB)