Bald ist es geschafft

HORATH. Der erste Stein ist bereits gesetzt: Im Frühjahr 2007 eröffnet das Familienhotel Hochwald in Horath ein Gesundheits- und Erholungszentrum (der TV berichtete) und schließt damit den Ausbau des Hauses ab. Zur feierlichen Grundsteinlegung reiste auch Bundesfamilienministeriun Ursula von der Leyen an.

Noch liegt der Neubau nur als farbiger Bauplan vor: Gelb für die Sporthalle, orange für den Saunabereich, blau für die Schwimmbecken und grün für die Therapieräume. Geht aber alles nach Plan, wird Gereon Haumann, Geschäftsführer des Familienhotels Hochwald in Horath, die dritte und letzte große Baumaßnahme der Herberge im Frühjahr 2007 eröffnen - und das seit 1994 zielstrebig erneuerte 160-Betten-Hotel um eine weitere Attraktion bereichern. "Das ist das Ende eines langen und anstrengenden Weges", freut sich Haumann. 1995 hatte der Manager zusammen mit dem Trägerverein ein strategisches Gesamtkonzept für das Haus entwickelt. "Wir sind am Anfang als Träumer bezeichnet worden, weil man das Projekt der notwendigen Zuschüsse wegen für nicht realisierbar hielt", erinnert sich Haumann. Drei Jahre später waren jedoch eine neue Eingangshalle, behindertengerechte Aufzüge und Einrichtungen speziell für junge Familien fertig gestellt, 2001 folgte das Gästehaus. 25 000 Übernachtungen im Jahr (was einer Auslastung von 80 Prozent entspricht) und mehrere Auszeichnungen geben Haumann Recht. Fünf Millionen Euro kostet der 3000 Quadratmeter große Neubau, die Kosten teilen sich Bund, die Länder Rheinland-Pfalz und der Bauherr und Hotel-Trägerverein "Haus Hochwald e.V.". Das Gesundheits- und Erholungszentrum bildet den Abschluss des insgesamt zwölf Millionen teuren Umbaus - entsprechend war viel Prominenz bei der feierlichen Grundsteinlegung anwesend. Neben Kommunal- und Kreisvertretern sowie dem Bau segnenden Kölner Domdechanten Johannes Bastgen reiste auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen extra per Helikopter an. Vom Hotel zeigte sie sich in einer frei gehaltenen Rede begeistert. "Das, was ich hier an Atmosphäre erlebt habe, wünsche ich mir in der Familienpolitik. Im Haus ist der Blick auf die Kinder und ihre Bedürfnisse ausgerichtet." Helmut Haumann, Chef des Trägervereins, erinnerte daran, dass sich das Hotel insbesondere an Familien mit Benachteiligungen richte: einkommensschwach, alleinerziehend mit Migrationshintergrund. Die Ministerin lobte, dass die Herberge auch Menschen mit Behinderungen aufnehme. Von November bis März geschlossen

Die ersten Arbeiten haben derweil schon begonnen, ein dickes Loch klafft am Hang. "Wir schließen das Hotel im November - bis zum März des Folgejahres muss alles fertig sein", sagt Haumann. Zur Grundsteinlegung hatten Arbeiter bereits ein erstes Mauerstück errichtet. Zusammen mit den Haumanns und Landrätin Beate Läsch-Weber vermauerte von der Leyen eine Urkunde sowie Tageszeitungen, Münzen und Bauplänen. "Ich lege gerne Grundsteine, auch der Frage wegen, was spätere Generationen denken werden, wenn sie diese Urkunde finden", sagte die Ministerin. Und beim anschließenden traditionellen Schlag mit dem Hammer sprach sie aus, was stellvertretend für das Ziel des Hotels stehen könnte: "Ich wünsche mir, dass von diesen Mauern Kinderlachen widerhallt."

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