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Die große Wunschliste für den Kurpark in Bernkastel-Kues

AUS DEM ARCHIV: Mai 2019 : Die große Wunschliste für den Kurpark in Bernkastel-Kues

Der Stadtrat Bernkastel-Kues steht den Plänen für eine Neugestaltung des Kurparks positiv gegenüber. Nächste Woche stellt eine Delegation das ehrgeizige Projekt beim zuständigen Ministerium in Mainz vor.

Der am 26. Mai zu wählende Stadtrat von Bernkastel-Kues trifft die Entscheidung, ob und wie der Kurpark auf dem Kueser Plateau in einen Zustand versetzt wird, der ihn wieder zu einem attraktiven Areal machen soll.

Der noch amtierende Stadtrat hat dafür die Weichen gestellt. Sein Votum ist einstimmig: Dass in vielen Stunden und Sitzungen erarbeitete Konzept soll dem zuständigen Ministerium in Mainz vorgelegt werden.

Dabei geht es natürlich in erster Linie ums liebe Geld. In einem Gespräch am Mittwoch, 22 Mai, soll in Erfahrung gebracht werden, was von den ehrgeizigen Plänen bezuschusst wird und in welcher Höhe.

Stadtbürgermeister Wolfgang Port, Bürgermeister Ulf Hangert, Tourismuschef Jörg Lautwein und Landschaftsarchitekt Friedrich Hachenberg werden das Projekt vorstellen.

Wie mehrfach berichtet, soll der etwa 40 Jahre alte Kurpark neu konzipiert werden. In Gesprächsrunden mit Vertretern der auf dem Plateau ansässigen Reha-Kliniken, dem DRK-Sozialwerk, Hotels, Vereinen, dem Förster und nicht zuletzt den Bürgern ist eine Art große Wunschliste entstanden, die nun auf ihre Machbarkeit geprüft werden soll.

Friedrich Hachenbergs Büro Stadt-Land-plus aus Boppard-Buchholz hat Ideen gesammelt, eingebracht und im Wunschkatalog gebündelt. Kernstück sind eine Teichanlage, eine Festwiese mit Bühne, verschiedene Gärten, nachhaltige Bepflanzung und Areale für sportliche Betätigung. Neue Zugänge sollen den Weg erleichtern. Die Pläne gehen, wie berichtet, bis hin zu einem Aussichtssteg, einem sogenannten Skywalk, an einer Hangkante zur Mosel.

Das Kostenvolumen für all dies und noch einiges mehr an Elementen, auch das beliebte Tiergehege, dürfte sich nach Angaben von Stadtbürgermeister Wolfgang Port auf bis zu 1,5 Millionen Euro belaufen. Bekommt die Stadt die im Raum stehenden 85 Prozent Zuschuss, kann sie sich etwas Besonderes leisten.

Alles dürfte aber nicht umsetzbar sein, weil bei manchen Wünschen nicht klar ist, ob und in welcher Höhe sie gefördert werden. Das soll aber nächste Woche in Mainz geklärt werden

Der Stadtrat  steht dem Projekt positiv gegenüber. Das in die Jahre gekommene Areal sei wichtig für die  Stadt und vor allem für die vier Rehakliniken mit ihren bis zu 800 Patienten, sagt Stadtbürgermeister Port. Ein solches Angebot könne bei der Wahl eines Ortes für eine Reha den Ausschlag geben. „Und schließlich zahlen die Kliniken auch mehr Gästebeitrag“, ergänzt das Stadtoberhaupt.

Ratsmitglied Hans Rothschenk (UBU), selbst Mediziner, macht eine kleine Einschränkung. Der im Raum stehende Begriff  einer „landschaftstherapeutischen Gestaltung“ sei viel zu hoch gegriffen. „Das sind zu große Worte. Der Geldbeutel wird helfen, dass es erträglich bleibt“, sagt er.