Die Pflicht und der Lärm

Berlin/Spangdahlem. (dj) Menschen rund um die amerikanische Air-Base Spangdahlem beklagen sich wieder verstärkt über Triebwerkstests. Auch bei dem SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller sind Beschwerden eingegangen.

Nun gibt es eine Stellungnahme des Bundesverteidigungsministeriums. "Nachvollziehbar" und "notwendig". Diese beiden Vokabeln tauchen in der Stellungnahme von Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) an den SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Diller auf. Dieser hatte Bürgerbeschwerden über nächtliche Triebwerks-Testläufe aufgegriffen und dem Bundesverteidigungsministerium vorgetragen. Wie Staatssekretär Schmidt schreibt, hat es seit der Amtsübernahme durch Colonel Thomas J. Feldhausen 41 Triebwerks testläufe mit strahlgetriebenen Kampfflugzeugen gegeben, sieben davon durch Tornados der italienischen Luftwaffe. Während die Triebwerke der US-Kampfflugzeuge in Schutzbauten und Hallen getestet wurden, hätten "die Testläufe der Tornados wegen der technischen Rahmenbedingungen leider im Freien erfolgen müssen", heißt es in der offiziellen Stellungnahme. Das grundsätzliche Verbot von nächtlichen Triebwerks-Testläufen gelte in der Zeit von 19 bis 7 Uhr. Im März habe es davon abweichend "wegen unabwendbarer Einsatzverpflichtungen" sieben Triebwerkstests mit Transportflugzeugen nach 19 Uhr gegeben, räumen die Amerikaner auf Nachfrage ein.

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