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Es gibt Neubaupläne für einen Kindergarten

Es gibt Neubaupläne für einen Kindergarten

Die Frage, ob der Ürziger Kindergarten erweitert wird oder komplett umziehen sollte, scheint geklärt. Steigende Geburtenzahlen und der Rechtsanspruch Einjähriger auf einen Betreuungsplatz sprechen eher für einen Neubau. Das jetzige Kita-Gebäude könnte das angrenzende Seniorenheim nutzen, dessen Plätze ebenfalls zunehmend gefragt sind.

Ürzig. Insbesondere sind es die positiven Geburtenzahlen, die in Ürzig Überlegungen angefacht haben, einen neuen Kindergarten zu bauen. Gespräche mit dem Betriebsträger, der gemeinnützigen Trierer "KiTa GmbH", bestärken die aktuellen Pläne. In einem Neubau könnten auch Zusatzplätze für Kleinkinder geschaffen werden. Ab August haben Einjährige einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Doch momentan kann der rund 900 Bürger zählende Ort dem nicht gerecht werden. Für einen Neubau spricht zudem, dass die heutige Kindertagesstätte in das angrenzende Seniorenheim integriert werden könnte. Dort wird ebenfalls eine beständig steigende Nachfrage verzeichnet.
Die Überlegungen begünstigt, dass beide Häuser Eigentum einer kirchlichen Stiftung sind und es daher nur einen Bauträger geben würde. Ursprung ist laut Ortsbürgermeister Arno Simon die private Stiftung eines Bürgers, der im 19. Jahrhundert das Wohl von alten Menschen, Kindern und Jugendlichen im Blick hatte. In Ürzig habe es daher schon früh Kindergarten und Altenheim gegeben. Beide Häuser seien einst von Ordensschwestern geführt worden.
All diese Aspekte vor Augen, kamen die Mitglieder des Ortsgemeinderates nun überein, die Möglichkeit eines Neubaus mit den zuständigen Behörden abzustimmen. Landes- und Kreis-Jugendamt sowie die KiTa, die auch weiterhin Betriebsträger bleiben soll, sollen prüfen, ob eine solche Investition gerechtfertigt und folglich auch förderfähig wäre.
Auch Ältere wollen bleiben


Laut Simon tendiert der Rat nach früheren Plänen, den heutigen Kindergarten zu erweitern, nun grundsätzlich zu einem neuen Haus. Zudem gebe es am jetzigen Standort kaum Möglichkeiten, baulich etwas zu verändern. Anders als beispielsweise auf der Ürziger Höhe, wo das Neubaugebiet "Vor\'m Wehrbüsch" seit drei Jahren einen Bauboom und nun auch einen Geburtenboom beschert. Die im Kindergarten St. Maternus vorhandenen Plätze werden daher nicht mehr ausreichen.
Laut Karl Federmann, KiTa-Gesamtleiter Mittelmosel, stehen aktuell in Ürzig 25 Plätze zur Verfügung. 18 davon sind Ganztagsplätze, von denen sechs Zweijährigen vorbehalten sind. Die steigende Nachfrage im Seniorenheim hat laut Simon zweierlei Gründe. Zum einen wollten viele Ältere lieber in ihrem Heimatort bleiben statt in ein Seniorenheim außerhalb zu ziehen. Zum anderen seien auch ehemalige Ürziger an Plätzen interessiert. Der Neubau eines Kindergartens würde gleichzeitig den Seniorenheim-Standort sichern. urs