Feuerwehr: Digitalfunk bleibt ein Problem

Feuerwehr: Digitalfunk bleibt ein Problem

Lob und Kritik gab es beim Kreisfeuerwehrtag in Morbach, zu dem rund 200 Mitglieder und Gäste nach Morbach in die Baldenauhalle gekommen sind. Die Wehrleute sehen vor allem Probleme bei der Einführung des Digitalfunks.

Morbach. Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbands und Gäste haben sich in Morbach zur Jahresversammlung getroffen. Vorsitzender Peter Gerhards begrüßte Vertreter der Politik und weiterer Rettungsdienste, darunter DRK, MHD und THW. Aus Koblenz war der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Frank Hachemer angereist. Robert Wiese vertrat die Kreisverwaltung, auch die Landtagsabgeordneten des Kreises, Jutta Blatzheim-Roegler (Grüne/Bündnis 90), Bettina Brück (SPD) und Elfriede Meurer (CDU) richteten, neben weiteren Vertretern der Politik, Grußworte aus.
Jörg Teusch, Kreisfeuerwehrinspektor, lobte, dass in diesem Jahr zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehren in Landscheid und Wittlich angeschafft werden können. Er wies aber auch auf aktuelle Probleme hin: "In der Gremienarbeit hat sich auf Landesebene zu wenig getan. Nicht alle Arbeitgeber stellen ihre Leute für den Einsatz im Feuerwehrdienst frei, das schwächt die Wehren." Zudem sei der Digitalfunk immer noch nicht eingeführt worden: "Seit 2006 sollen wir digital funken, schaffen es aber immer noch nicht. Der Digitalfunk bleibt ein Problem, und es tut sich nichts. So kann das nicht weitergehen." Zudem sei der Verwaltungsaufwand extrem gestiegen. Vorsitzender Peter Gerhards berichtete daraufhin über die Aktivitäten des Verbands im zurückliegenden Jahr. Bei einer Zahl von 3021 aktiven Mitgliedern und insgesamt 3641 Mitgliedern stehe der Verband gut da, sagte Gerhards. Mit einem relativ geringen Mitgliederschwund von 1,4 Prozent könne man gut leben.
472 Mitglieder seien in den vergangenen Jahren als Kettensägenführer ausgebildet worden, davon allein 66 im vergangenen Jahr. Auch in diesem Jahr sollen wieder drei Lehrgänge angeboten werden. Diese würden sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Kassenprüfer Martin Hayer berichtete, dass 25 000 Euro Einnahmen im Jahr 2015 Ausgaben in Höhe von 20 400 Euro gegenüberstehen, der Verband also knapp 5000 Euro Mehreinnahmen verbuchen kann.
Patrick Rensch berichtete als Kreisjugendfeuerwehrwart von den Aktivitäten des Nachwuchses. Die Zahl der Jugendfeuerwehren habe sich von 81 auf 83 im Landkreis erhöht. Insgesamt sind 800 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, davon konnten im vergangenen Jahr 71 Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden.
Landespräsident Frank Hachemer betonte schließlich in seiner Rede: "Wir müssen sehr deutlich sagen, was wir brauchen und was wir müssen. Wir erfahren zwar Wertschätzung, aber wir müssen lauter und deutlicher werden, um in die Politik zu wirken."