Friedlich donnern die Motoren

Die Beliebtheit des Harleytreffens beim Weinfest in Ürzig ist nach wie vor groß. Auch im elften Jahr bestimmten viele Hundert Motorräder das Straßenbild in dem Moselort.

Ürzig. Der Höhepunkt des Harley-Treffens in Ürzig ist immer der Korso entlang der Mosel bis nach Wittlich. So säumen auch in diesem Jahr schon eine halbe Stunde vor der Abfahrt zahlreiche Motorräder die Straße entlang der Mosel, bevor es um 13 Uhr mit einer beeindruckenden Geräuschkulisse losgeht.

Für Motorradfans und vor allem für die, die für die amerikanische Kultmarke Harley-Davison schwärmen, gibt es wieder jede Menge zu sehen. Eine Eigenheit der Harleyfahrer ist unter anderem auch ein ausgeprägter Hang zum Individualismus bei ihren fahrbaren Untersätzen. Keine Maschine gleicht der anderen. Teilweise präsentieren sich die Motorräder spartanisch, teilweise sind sie opulent ausgestattet. Auch den Farben sind keine Grenzen gesetzt. Knallgelb oder froschgrün und aufwendiges Airbrush setzen farbliche Akzente bei der vorherrschenden Farbe schwarz, die auch bei der Kleidung der Fahrer das Bild bestimmt. Mitveranstalter des Treffens sind neben der Ortsgemeinde Ürzig mit Bürgermeister Arno Simon die Mitglieder des Harley-Clubs "Mainhattan Chapter" in Frankfurt. 285 Mitglieder hat der Club, und viele sind auch an der Mosel wieder gerne dabei.

Ein schönes und friedliches Fest



"Es ist ein schönes und friedliches Fest" sagt Matthias Volpert vom Vorstand des "Mainhattan Chapter". Auch seine Frau Britta ist dabei. Sie fährt selber eine Harley, so wie etwa 30 weitere Frauen im Frankfurter Zusammenschluss. "Weil es Spaß macht," so die kurze und einfache Begründung für ihr Hobby. Doch nicht nur aus dem Rhein-Main-Gebiet sind die Motorradfahrer an die Mosel gekommen. Franzosen, Belgier und Schweden nehmen immer wieder gerne an dem Harleytreffen teil. Neu dabei sind dieses Mal Reinhold Kyre und Hans-Peter Rotenbusch aus Baden-Baden. Sie haben in einer Zeitschrift von dem alljährlichen Treffen gelesen und sind begeistert. "Wir sind positiv überrascht. Es ist wie bei einer großen Familie", schwärmen sie. Die Strecke des Korsos führt in diesem Jahr auf Wunsch der Fahrer länger an der Mosel entlang. Ziel ist wie in den vergangenen Jahren der Wittlicher Marktplatz, wo die Teilnehmer von Bürgermeister Joachim Rodenkirch begrüßt werden. Anders als sein Vorgänger Ralf Bußmer verzichtet er aber darauf, als Sozius mit zurück nach Ürzig zu fahren. Nach einer Stunde Aufenthalt in Wittlich geht es weiter, und noch einmal donnern die Motoren. Noch ehe das Fest zu Ende ist, sind sich Reinhold Kyre und Hans-Peter Rotenbusch sicher: "Wir kommen wieder."