Fusionsgespräche: Freie Wähler fordern Beteiligung der Ortschefs

Fusionsgespräche: Freie Wähler fordern Beteiligung der Ortschefs

Die FWG-Fraktion des Thalfanger Verbandsgemeinderats befürchtet, dass die Weichen in den Fusionsgesprächen mit Morbach in Richtung einer vergrößerten Einheitsgemeinde gestellt werden. Sie fordert, die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher an den Gesprächen zu beteiligen.

Thalfang. Die Fusionsgespräche zwischen der Verbandsgemeinde Thalfang und der Einheitsgemeinde Morbach gehen am heutigen Dienstag in die zweite Runde. An den Gesprächen beteiligt sind der Morbacher Ältestenrat und auf Thalfanger Seite eine eigens formierte Lenkungsgruppe, die vor allem aus VG-Ratsmitgliedern besteht.
Die zweiköpfige FWG-Fraktion des Thalfanger VG-Rats fordert, alle Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher an den Gesprächen zu beteiligen.
Sie fordert die Verhandlungsrunde zudem auf, den Stand der Diskussion nach jedem Treffen nachvollziehbar darzustellen und Ergebnisse, die sich als unverrückbar abzeichnen, zu veröffentlichen. Die betroffenen Räte sollten so die Möglichkeit erhalten, sich über den Fortgang der Verhandlungen auch mit anderen Verbandsgemeinden Gedanken machen zu können.
Hintergrund: Die FWG-Fraktion befürchtet laut Fraktionsvorsitzendem Richard Pestemer, dass die Weichen in den Fusionsgesprächen Richtung einer vergrößerten Einheitsgemeinde gestellt werden. In einer solchen würden die Ortsgemeinden ihre Selbstständigkeit verlieren.
Ortsgemeinden verfügen über einen eigenen Haushalt. Ortsbezirke in Einheitsgemeinden erhalten hingegen lediglich ein Budget und weitere Summen, die ihnen der Gemeinderat genehmigt. Die FWG kritisiert auch, dass die Verhandlungen, über die Stillschweigen vereinbart wurde, den Charakter von Geheimverhandlungen hätten. mai

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